Johannes Groß aus Reubach forscht für die US-Raumfahrtbehörde NASA

Auf der Karriereleiter in unendliche Weiten: Johannes Groß aus Reubach tritt demnächst eine neue Stelle in Kalifornien an - und forscht dann für niemand Geringeren als die US-Raumfahrtbehörde NASA.

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  • Johannes Groß hat in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert. Die Stelle in Kalifornien ist für den Reubacher eine große Chance. 1/2
    Johannes Groß hat in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert. Die Stelle in Kalifornien ist für den Reubacher eine große Chance. Foto: 
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    Der Mars-Rover »Curiosity« gehört zu den herausragenden Entwicklungen des »Jet Propulsion Laboratory«, an dem Johannes Groß bald forscht. Foto: 
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Pasadena ist ein Vorort von Los Angeles und eigentlich ein eher karges - weil regelmäßig von der Sonne geküsstes - Fleckchen Erde. Für Raumfahrt-Fans indes ist Pasadena ein Ort, wo Milch und Honig fließen. Denn: Dort hat das "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) seinen Sitz. Die Einrichtung ist vor allem für die Planung, den Bau und die Steuerung von Satelliten und Raumsonden für die NASA zuständig. Auf dem Gelände hat zum Beispiel der Roboter "Curiosity" das "Laufen" gelernt, der die Erdenbewohner nun mit ungekannten Bildern vom Mars beglückt.

Künftig hat auch Johannes Groß aus Reubach die Finger im Spiel, wenn in der amerikanischen Ideenschmiede das ganz große Rad gedreht wird. Ende Juni reist er an die amerikanische Westküste, um für voraussichtlich drei Jahre am JPL zu forschen. Groß hat 2002 an der Schloss-Schule in Kirchberg sein Abi gemacht und danach den Studienführer der Uni Stuttgart durchgeblättert. "Luft- und Raumfahrttechnik" hörte sich interessant an - nicht mehr, nicht weniger. Der Reubacher hatte nicht bereits als Kind nach den Sternen gegriffen und Spielzeug-Raumschiffe durch Hohenlohe gesteuert. Kurzum: "Es hat mich schon interessiert, aber Landmaschinen haben mich auch angemacht", sagt der 30-Jährige, der von klein auf in der elterlichen Landwirtschaft mithalf und am Bulldog manches lernte, was er jetzt auch fürs gemeine Fluggerät ganz gut gebrauchen kann.

Ekelhafte Uni-Jahre

Die ersten beiden, arg theoretischen Uni-Jahre waren "einfach nur ekelhaft", aber Groß hat sich durchgebissen - und 2004 ein halbjähriges Praktikum bei Airbus in Toulouse angetreten. Damals erlebte er hautnah mit, wie der erste Mega-Jet A 380 für den Testflug zusammengebaut wurde - "da dabei zu sein, das war einfach spannend". 2007 machte er sein Diplom und strebte gleich anschließend in derselben Arbeitsgruppe dem Doktortitel entgegen. Kürzlich hat Groß seine Doktorarbeit abgegeben, die sich mit der Entwicklung einer Entwurfssprache für Satelliten auseinandersetzt.

Der Doktorand war viel auf Konferenzen unterwegs und lernte dabei einen NASA-Vertreter kennen. "Ich würde gerne etwas mit euch machen", sagte Groß und einen Monat später kam tatsächlich Antwort.

Bis jetzt wollen weder große Vorfreude noch Aufregung aufkommen. Dafür gab und gibt es viel zu viel zu erledigen - vom Kampf ums Visum bis zur Hochzeit im Mai. Frau Theresa, die aus Kirchberg stammt und zuletzt als Schauspielerin am Staatstheater Braunschweig gearbeitet hat, und deren Tochter gehen mit in die USA.

Für die Verteidigung seiner Doktorarbeit wird Groß kurz in die Heimat zurückkehren. Wann, das weiß er noch nicht. Aber er hat den Rückflug vorsorglich für den 10. Oktober gebucht - kurz vor der Muswiese.

"Jet Propulsion Laboratory"
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