Interview: "Mit großer Freude und Interesse in den Gemeinden aufgenommen"

Pfarrer Jürgen Bobzin ist neuer Seelsorger für die Kirchengemeinde Amlishagen/Michelbach an der Heide. Er zieht eine erste Bilanz.

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Pfarrer Jürgen Bobzin.  Foto: 

Wie geht es Ihnen? Was sind Ihre ersten Erfahrungen?

JÜRGEN BOBZIN: Mir geht es sehr gut. Ich wurde hier sehr herzlich und mit großer Freude und Interesse aufgenommen. Es war eine sehr gute Erfahrung für mich, auf meiner ersten Pfarrstelle so empfangen zu werden. Ich kann nur durchweg Positives berichten. In Michelbach und Amlishagen habe ich seither viele nette Menschen kennengelernt und es werden immer mehr.

Hatten Sie es sich anders vorgestellt?

BOBZIN: Das ist für mich nicht ganz selbstverständlich, schließlich komme ich "nur" für drei Jahre und werde im Rahmen des Pfarrplans 2018 die Pfarrstelle auflösen müssen. Ich werde aber nicht der letzte Pfarrer für Michelbach und Amlishagen sein, wie es schon geheißen hat, sondern andere Kollegen werden nach den drei Jahren für die Gemeinden mit zuständig sein. Nur einen "eigenen" Pfarrer und Licht im Pfarrhaus in Michelbach wird es dann nicht mehr geben. Es wird in Michelbach und Amlishagen eine Veränderung geben, die wir aber, so hoffe ich, gemeinsam mit den Gemeinden gut vorbereiten und den Übergang gut gestalten können. Die für mich persönlich entscheidende Frage ist nicht, ob wir als Institution weitermachen können wie bisher, sondern ob wir unserem Herrn Jesus Christus mit dem, was wir tun, gut und richtig dienen.

Warum sind Sie Pfarrer geworden? Kommen Sie aus einer Pfarrer-Familie?

BOBZIN: Wissen Sie, ich bin in den Glauben hineingewachsen. Ich komme nicht aus einem Pfarrhaus - ich glaube auch nicht, dass es das braucht. Es braucht Menschen, die sich von der Nachfolge Jesu ganz in Beschlag nehmen lassen. Ich bin überzeugt, dass Gottes Wort und sein Wirken in dieser Welt notwendig ist. Ich bin Pfarrer geworden, um Christus in der Welt zu Wort kommen zu lassen und in seiner Nachfolge zu leben. Es scheint mir wichtiger, mit Christus in uns zu leben als alles andere, was man machen oder tun kann. Es liegt an Gottes Wollen und Tun. Da gibt es keinen doppelten Boden, aber gleichzeitig viele Aufgaben. Darum bete ich für die Menschen, feiere Gottesdienst und tue meinen Dienst - Gott soll an uns handeln. Dafür hat er mich in seinen Dienst gestellt.

Wie sind Sie zu dieser Stelle gekommen? Wie sind Sie nach Hohenlohe gekommen?

BOBZIN: Ich hatte die Region Hohenlohe bei einem Gespräch ins Spiel gebracht, da ich gerne in einer Gemeinde auf dem Land meinen Dienst tun möchte. Ich selbst komme aus Mähringen, einem Dorf bei Tübingen. Von dort kenne ich das Zusammenleben im Dorf. Man trifft mal jemanden, man spricht miteinander, man begegnet sich - das finde ich gut, weil so auch die Botschaft Christi weitergegeben wird. Nach meinem Studium in Leipzig, Heidelberg, Aarhus in Dänemark, Eichstätt und Tübingen habe ich auch das Leben in der Stadt mit allen Vorteilen, aber auch den Nachteilen kennengelernt. Und im Vikariat in Oberschwaben habe ich dann wieder sehr gute Erfahrungen mit den Menschen auf dem Land gemacht. Auf diese Stelle wurde ich zum 1. März berufen. Ich bin froh, dass ich nun hier meinen Dienst tun darf. Jetzt lebe ich im Pfarrhaus in Michelbach an der Heide. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt. Ich glaube, es ist gut, Gott an dieser Stelle in Wort und Tat wirken zu sehen und dafür zu beten, zu arbeiten und sich einzusetzen. Mal sehen, was Gott in der Zeit geben wird. Ich bin zuversichtlich, dass es eine gute Zeit wird.

Die Fragen stellte

Pressepfarrer Marcus Götz

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