In Kinderkrippe kein Platz mehr - Einrichtung in Haselhof wird erweitert

Die Krippe und der Kindergarten in Haselhof sollen schnellstmöglich erweitert werden, für Waldtann wird ein Neubau überlegt. Die voraussichtlichen Kosten für beide Maßnahmen: 1,5 Millionen Euro.

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Nachdem die Anmeldungen zur Kinderkrippe Haselhof zu Beginn letzten Jahres zunächst nur sehr zögerlich eingegangen waren und Umfragen auf keinen besonders großen Bedarf an Kleinkindbetreuung hingewiesen hatten, wurde die Gemeinde Kreßberg in den letzten Wochen von der Nachfrage geradezu überrollt.

Im Zuge des "Flexibilisierungspakets" der Bundesregierung wurde daher die Gruppengröße erweitert und eine zusätzliche Erzieherin eingestellt. Dennoch können momentan nicht alle Kinder aufgenommen werden, und es besteht eine Warteliste. Da sich die Entwicklung voraussichtlich fortsetzen und die Kleinkindbetreuung verstärkt in Anspruch genommen wird, muss schnellstmöglich eine zweite Gruppe in Haselhof eröffnet werden, sind sich Verwaltung und Gemeinderat einig.

Auch im Kindergarten in Haselhof ist eine Erweiterung notwendig, um dort in Zukunft "Ganztagsbetreuung" bieten zu können. Da sich die Eltern, deren Kinder die Krippe besuchen, auf die dort angebotenen Betreuungszeiten einstellen, wäre es schwierig, diese nach Übergang in den Kindergarten wieder auf die kürzeren Kindergarten-Öffnungszeiten zu beschränken. Daher hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung eine Erweiterung des Angebots im Kindergarten Haselhof beschlossen. Bei Ganztagsbetreuung im Kindergarten wird dort jedoch mehr Platz gebraucht - etwa ein Ruheraum und ein Platz fürs Mittagessen.

Architekt Matthias Weinrich, der bereits die Kinderkrippe und den Kindergartenanbau in Haselhof geplant hat, wurde beauftragt, einen Entwurf für eine Erweiterung zu machen. Die Krippe soll erweitert werden, indem Räume des Kindergartens der Krippe zugeordnet werden. Dafür erhält der Kindergarten einen Anbau nach Norden und einen neuen Zugang. Für diesen neuen Eingang wird ein Umkleideraum der Gemeindehalle "geopfert" - vorübergehend bis zur Umsetzung der geplanten Hallensanierung. Da die Sportfreunde derzeit am Vereinsheim Umkleiden und Duschen bauen, und die Belegung in der Halle nicht so hoch ist, müsste dies aber nach Ansicht von Bürgermeister Robert Fischer zu überbrücken sein. Die Kostenberechnung für die Umbauarbeiten liegt bei 760.000 Euro, einschließlich Ausstattung und Außenanlagen. Dieser Betrag ist um einiges höher, als erwartet. Allerdings sind die Umbauarbeiten auch recht umfangreich. Der Gemeinderat nahm die Planung zustimmend zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, die möglichen Zuschüsse für dieses Vorhaben abzuklären und zu beantragen.

Für den Kindergarten Waldtann ist bereits seit Längerem eine energetische Sanierung angedacht. Im Zuge dieser Arbeiten sollte auch durch einen Umbau die räumliche Enge in diesem Kindergarten beseitigt werden. Nachdem Architekt Andreas Günther die Kosten berechnet hat, stellte sich für die Verwaltung die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, so viel Geld in das Gebäude zu investieren, oder nicht besser gleich das ehemalige Schulhaus, das von der Bausubstanz und vom Zuschnitt her nicht mehr zeitgemäß ist, abgerissen und an seiner Stelle ein neuer Kindergarten gebaut werden sollte. Architekt Günther stellte in der jüngsten Sitzung beide Alternativen ausführlich vor. Ein Neubau wäre mit 786.000 Euro etwa 200.000 Euro teurer als die Sanierung und der Umbau des alten Gebäudes (583.000 Euro). Man wäre dann allerdings nicht an die Gegebenheiten gebunden (etwa enger, langer Flur und teils unpraktische Raumaufteilung), sondern könnte das Gebäude mit dem erforderlichen Raumprogramm frei planen und hätte ein neues Gebäude mit zeitgemäßer Bausubstanz und optimaler Wärmeisolierung. Auch die Lage des derzeitigen Kindergartens - etwas versteckt und beengt hinter der Gemeindehalle - ist nicht so optimal. Die freie Lage anstelle des Schulhauses wäre schöner. Ein weiterer Vorteil des Neubaus wäre, dass der Kindergartenbetrieb während der Bauarbeiten unbeeinträchtigt weitergehen könnte.

Die Tendenz im Kreßberger Gemeinderat ging Richtung Abriss des Schulhauses und Neubau. Eine Entscheidung wurde allerdings noch nicht gefällt. Nachdem die Kosten für den Umbau des Kindergartens Haselhof erheblich über den ersten Schätzungen liegen, müssen die Maßnahmen zeitlich gestreckt werden. Priorität hat der Kindergarten Haselhof, in Waldtann kann dann voraussichtlich erst 2016 begonnen werden.

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