In ihrer Küche fühlt sie sich wohl

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    Amelie Ackermann fühlt sich wohl in der Küche. Auf Gut Ludwigsruhe lernt die 20-Jährige Hauswirtschaft. Foto: 
  • So sieht es aus, das Pesto-Putenbrustfilet mit Kräuterreis. „Ein ganz einfaches Rezept“, sagt Amelie Ackermann. 2/2
    So sieht es aus, das Pesto-Putenbrustfilet mit Kräuterreis. „Ein ganz einfaches Rezept“, sagt Amelie Ackermann. Foto: 
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Die Küche ist ihr Reich, hier fühlt sie sich wohl. Amelie Ackermann (20) macht gerade eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Sie ist im dritten Lehrjahr, das sie auf Gut Ludwigsruhe bei Langenburg absolviert. Neben vielen Aufgaben rund um den Haushalt gehören auch Gartenarbeit und eben Kochen und Backen zu ihrem Arbeitsbereich.

„Das ist der schönste Beruf, den es gibt, weil er so abwechslungsreich ist, einfach megacool“, schwärmt die junge Frau, während sie Mozzarella schneidet, der in ihr Rezept gehört. Durch ihre Mutter, ebenfalls gelernte Hauswirtschafterin, hatte sie schon früh eine recht genaue und vor allem völlig unromantische Vorstellung von diesem Beruf, von dem sie überzeugt ist, dass er perfekt zu ihr passt. „Ich bin sehr kreativ, experimentierfreudig in der Küche, und vor allem bin ich flexibel und arbeite gerne mit dem, was gerade da ist“, sagt sie.

Weil es auf Gut Ludwigsruhe einen großen Garten mit Gemüse, Salat und Beeren gibt, ist es dort üblich, immer das zu kochen, was morgens geerntet werden kann oder einen Kuchen aus den Beeren zu backen, die gerade reif sind. Dazu kommt ein Kräuterbeet mit rund 80 verschiedenen Kräutern, die Eingang in die Rezepte finden, die in der großen Küche gekocht werden. „Ich konnte mir hier vor allem über den Garten viel Wissen aneignen, das man heute nicht mehr einfach so lernt und das auch kein Prüfungswissen mehr ist“, freut sich Amelie Ackermann.

Begeistert von Kräutern

Erst am Vortag war es ihre Aufgabe, Kräuter zu ernten, die getrocknet zu Tee oder gehackt und eingefroren in die Vorratshaltung gehen. Es ist nicht nur der Ehrgeiz ihrer Ausbilderin, Bernadette Schrödel, dass sie mit Kräutern umgehen und würzen kann, sondern Amelie Ackermann ist selbst begeistert davon, wie schnell man mit den richtigen Kräutern den Geschmack eines Rezepts verändern kann.

So hat sie auch an den Vorgaben, die sie als ihr Lieblingsrezept vorstellt, ein klein wenig an der Kräutermischung herumexperimentiert und die bekannten Kräuter, die das Rezept vorsah, durch ungewöhnliche und eher selten eingesetzte Kräuter wie Süßdolde und Estragon und Zitronenthymian ergänzt. „Süßdolde hat einen tollen Anisgeschmack, der gut zum Zitronenthymian passt, der dem Ganzen etwas Frisches gibt“, verrät sie. Ersetzt hat sie auch die Pinienkerne und zwar durch Walnüsse aus dem eigenen Garten, die geknackt und in Beuteln verpackt in der Vorratskammer auf ihre Verwendung warten.

Rezept ist von einer Freundin

Das Rezept für die überbackenen Pesto-Putenbrustfilets mit Kräuterreis hat sie von einer Freundin bekommen, als sie auf der Suche war nach einem Sommerrezept für ein Vorkochen. Darin enthalten ist alles, was im Sommer ganz besonders gut schmeckt: Tomaten und frische Kräuter, leichtes helles Fleisch und zarter Käse, genau das richtige für heiße Tage.

Dazu kommt, dass man nur wenig Geschirr braucht, um das Gericht auf den Tisch zu zaubern. Eine Pfanne, ein Topf, ein scharfes Messer und ein Schneidebrett, mehr braucht es nicht. Lediglich einen Pürierstab sollte man noch haben, um das Pesto herzustellen.

Sogar das Aufräumen gefällt

Gefragt nach einem Aspekt, der ihr an ihrem Beruf nicht so gut gefällt, überlegt die Auszubildende kurz, um dann lachen zuzugeben: „Mir gefällt eigentlich alles, sogar das Aufräumen nach dem Kochen, damit alles wieder schön sauber und ordentlich ist.

Die Zutaten:
750 g Putenbrustfilet in Schnitzelchen geschnitten; je ein kleiner Bund Zitronenthymian und Süßdolde;
400g Mozzarella;
4 mittelgroße Tomaten
Kräutersalz
Olivenöl zum Anbraten.
Die Schnitzelchen mit Salz und Pfeffer würzen und scharf anbraten. Zitronenthymian und Süßdolde in eine gefettete Auflaufform geben und die Schnitzelchen darauf verteilen. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und zwei Drittel  davon  auf dem Fleisch auslegen Die Tomaten würfeln, kurz andünsten, mit Kräutersalz würzen und über die Schnitzelchen geben.

Pesto:
5 EL Walnüsse, Pinienkerne oder Mandeln; 1 Bund Basilikum,
75g Parmesan
5 EL Olivenöl
3 Knoblauchzehen
Kräutersalz, Pfeffer, scharfes Paprikapulver
Kräuter und Nüsse grob hacken und den Käse grob reiben, alles stark würzen und mit den übrigen Zutaten pürieren.

Das Pesto über den Tomaten verteilen und den restlichen Mozzarella und eventuell übriggebliebenen Parmesankäse zum Schluss noch darüberstreuen. Im Ofen bei 180 Grad 10-15 Minuten überbacken.

Für den Kräuterreis:
300 g Basmatireis
20g Olivenöl, 600g Wasser
Kräutersalz und Süßdolde
Den Reis kurz in Olivenöl andünsten, Wasser, Kräutersalz und die kleingeschnittenen Kräuter dazugeben, aufkochen und dann bei niedriger Hitze garziehen lassen. juvo

In den nächsten Wochen stellt das HT die Lieblingsspeisen von Lesern vor. Die besten Rezepte werden später in einem Kochbuch herausgegeben. Kochen oder backen Sie auch gern? Egal ob typisch hohenlohisch oder international, traditionell oder modern – verraten Sie uns Ihr Lieblingsgericht und zeigen Sie, wie es zubereitet wird. Melden Sie sich: das Gericht zusammen mit Ihren Kontaktdaten unter dem Stichwort „Meine Leib­speise“ ans Hohenloher Tagblatt, Ludwigstraße 6–10, 74564 Crailsheim oder per E-Mail an redaktion.ht@swp.de schicken. Weitere Infos unter 0 79 51 / 40 93 21. hof

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