In die Welt der Musicals entführt

Auch eine kleine Besetzung kann manchmal große Wirkung haben. Zu dieser Erkenntnis dürfte das Publikum bei der Musical-Show in Blaufelden gekommen sein, das begeistert applaudierte.

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Der heftige Schlussbeifall galt den vier Sängern wie der vierköpfigen Band der "Over the Rainbow Show". Unter der Leitung von Heinz-Peter Wölke, der den Abend launisch moderierte, entführten die Musiker die über 500 Zuhörer in der Mehrzweckhalle Blaufelden in die Welt der Musicals.

Das Gesangsquartett eröffnete den Abend mit einem mit Drive dargebotenem "Heute beginnt der Rest deines Lebens" aus "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens. Dem Medley aus Leonard Bernsteins "West Side Story" fehlte leider gerade dieses treibende Moment, das man nun einmal von "Tonight" oder "America" kennt. Stattdessen gabs eine lateinamerikanische Tanzmusikbearbeitung.

Davon konnte Lynelle Jonsson als Velma Kelly aus John Kanders "Chicago" mit "All That Jazz" wieder ablenken. Sie verstand ihren Gesangs- wie Tanzpart wunderbar verführerisch zu gestalten. Den Synthie-Klängen fehlte es da leider an der nötigen "hot intonation". Lynelle Jonsson fesselte auch als Elisabeth aus dem gleichnamigen Musical mit "Ich gehör" nur mir" durch ihre ausdrucksstarke, sehr präsente Stimme. Das zeigte ihr Solo als Christine mit mühelos getroffenen Spitzentönen.

Mark Polak stand ihr dabei mit weicher, nicht so voluminöser Stimme im Duett als Phantom gegenüber. Er verlieh etwa "Mackie Messer" swingende Lässigkeit im gelungenen Erzählton. Als Mackie Messer durfte er sich Maria Jane Hydes "Geh weg und bleib weg" aus "Nine to Five" anhören. Ihr gelang dabei eine wunderbar angelegte Steigerung, die mindestens so ausdrucksstark herüberkam wie ihre Wiedergabe von Evitas "Dont Cry For Me, Argentina".

Nivaldo Allves bemühte zu "Unchained Melody" aus "Ghost" nach dem gleichnamigen Film sein sängerisches Können als Falsettist, ohne zu kitschig, aber gefühlvoll zu klingen. Seine Fähigkeiten bei den hohen Tönen waren später etwa beim Bee-Gees-Klassiker "Stayin Alive" aus "Saturday Night Fever" gefragt. Zusammen mit seinen drei Mitdarstellern brachte er Disco-Groove auf die Blaufeldener Bühne. Weitere Steigerungen brachten die anderen Medleys: aus "Sister Act", "Starlight Express" und "König der Löwen". Vor allem im zweiten Set des Musical-Abends verstanden es die Musiker, ihr Publikum mitzureißen. Dazu gehörte etwa auch das Schlagzeugsolo von Richy Denis.

Nachdem dieses erstmals veranstaltete Musical-Konzert beim Publikum so gut angekommen war, möchte man in Blaufelden den eingeschlagenen Weg weitergehen und in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art anbieten.

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