In Blaufelden endet nach 16 Jahren die Ära von Bürgermeister Klaus Köger

Zuweilen müssen auch Hohenloher gewisse Ausnahmen von der eisernen Regel "Niggs gsochd is gloubd gnuach" machen - zum Beispiel bei der Verabschiedung von Bürgermeister Klaus Köger aus Blaufelden.

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  • Feierlicher Abschied nach 16 Jahren an der Spitze der Gemeinde Blaufelden (von links): BM-Stellvertreter Hermann Kießecker, Bürgermeister Klaus Köger mit seiner Ehefrau Renate und Landrat Gerhard Bauer in der Mehrzweckhalle. 1/3
    Feierlicher Abschied nach 16 Jahren an der Spitze der Gemeinde Blaufelden (von links): BM-Stellvertreter Hermann Kießecker, Bürgermeister Klaus Köger mit seiner Ehefrau Renate und Landrat Gerhard Bauer in der Mehrzweckhalle.
  • Mit Unterstützung der Crailsheimer Bürgerwache zelebrierten Feuerwehr und Fanfarencorps aus Blaufelden einen "Großen Zapfenstreich" für Klaus Köger. 2/3
    Mit Unterstützung der Crailsheimer Bürgerwache zelebrierten Feuerwehr und Fanfarencorps aus Blaufelden einen "Großen Zapfenstreich" für Klaus Köger.
  • Lehrkräfte der Musikschule Hohenlohe bereicherten in der Mehrzweckhalle die Verabschiedung von Klaus Köger mit ihren Beiträgen. 3/3
    Lehrkräfte der Musikschule Hohenlohe bereicherten in der Mehrzweckhalle die Verabschiedung von Klaus Köger mit ihren Beiträgen.
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Einige Damen auf dem Rathaus in Blaufelden taten ein gutes Werk, als sie anno 1983 einem forschen, gerade aus der Luftwaffe entlassenen Soldaten wieder zur Bodenhaftung verhalfen: "Diese Mitarbeiterinnen haben mich wieder ins zivile Leben zurückgeholt", bilanziert Klaus Köger 32 Jahre später bei seiner Verabschiedung in der Mehrzweckhalle.

Die Amtszeit des Bürgermeisters endet offiziell am 21. März. Klaus Köger trat bei der BM-Wahl im Februar nicht mehr an, mit einem Stimmenanteil von 88 Prozent wurde seine Nachfolgerin Petra Weber von den Bürgern auf den Schild gehoben. Der "militärische Schwung" des jungen, aus Gaildorf stammenden Verwaltungsbeamten verwandelte sich zunächst im Hauptamt, sodann im "Finanzministerium" der Kommune und schließlich im Jahr 1999 als Bürgermeister und Nachfolger von Kurt Mündlein in einen "Glücksfall für Blaufelden, der die Gemeinde mit viel Geschick vorbildlich nach vorne gebracht hat", wie Landrat Gerhard Bauer die "Ära Köger" charakterisierte - mitsamt dem Hinweis, dass in den 16 Jahren seiner Amtszeit stolze 50 Millionen Euro in das Gemeinwesen und seine Infrastruktur investiert wurden.

Landrat Gerhard Bauer hob bei der von der Musikschule Hohenlohe umrahmten Feier vor allem die Menschlichkeit hervor, mit der Klaus Köger sein Amt "aufrichtig, verlässlich und diplomatisch" geführt habe - ein persönlicher Stil, der seit 1999 auch im Kreistag geschätzt werde. Keine Frage: Die kommunalpolitische Handschrift von Klaus Köger wird noch über viele Jahrzehnte hinweg deutlich sichtbar sein in Blaufelden - sowohl im "Untergrund" bei der Abwasserbeseitigung in fast allen Ortschaften als auch oberirdisch mit der neuen Markthalle nebst Mehrzweckhalle, die erst in jüngster Zeit durch eine ansprechende Gestaltung dieser Ortsmitte aufgewertet wurde.

Auch die jüngsten Bürger von Blaufelden hatten bei Klaus Köger und dem Gemeinderat stets eine Lobby, wovon das herausragende Betreuungsangebot in den Kindergärten und die Erweiterungsbauten im Schulzentrum künden.

"Werkrealschule ist nahezu tot"

Was Klaus Köger andererseits bedauerte: "Die Hauptschule beziehungsweise Werkrealschule ist nahezu tot." Und etwas mehr Lebendigkeit hätte er sich beim Zusammenwachsen der Gemeinde gewünscht: "Auch 40 Jahre nach der Eingemeindung sehe ich noch ein Denken und Handeln, das sehr stark auf die Ortschaften bezogen ist."

Dass Klaus Köger der jüngeren Geschichte von Blaufelden "ein eindrucksvolles Kapitel hinzugefügt hat" (so der BM-Stellvertreter Hermann Kießecker) unterstrichen auch Pastoralreferent Felix Edelmann (für die Kirchen), Rektor Klaus Hahnle von der Erich-Kästner-Schule (für das Schulzentrum), der TSV-Vorsitzende Kurt Schenk (für die Vereine) sowie die Ortsvorsteher Manfred Glemser, Ute Miessler, Friedemann Dürr-Schwab und Bernhard Tiggemann als Vertreter von Gerda Zollmann-Lane. Glückwünsche für den Ruhestand statteten der Personalratsvorsitzende Sigurd Sinner und Tamara Schäfer, Leiterin des Kindergartens in Blaufelden ab. Das letzte Wort hatte Hermann Kießecker: "Klaus Köger übergibt ein wohlbestelltes Haus - er hat die Geschicke von Blaufelden 16 Jahre lang bestens gelenkt."

Randnotizen bei der Verabschiedung von Bürgermeister Klaus Köger
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