Im "Himmelreich" auf Erden

Von Weiler zum Naturfreundehaus Himmelreich ist der Albverein Sulzbach-Laufen kürzlich gewandert. Vier Stunden dauerte die aussichtsreiche Tour.

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Wanderung mit vielen Aussichten: Albvereinler aus Sulzbach-Laufen auf dem Bargauer Horn.  Foto: 

660 Meter hoch liegt das Naturfreundehaus Himmelreich am Südhang des Himmelreichberges auf der Ostalb. Der Sulzbach-Laufener Albverein wanderte von Weiler in den Bergen, einer Ortschaft südlich von Bargau, wo der Steilrand der Schwäbischen Alb beginnt. Stetig bergauf, jedoch belohnt von aussichtsreichen Streckenabschnitten erreichte die Wandergruppe das Bargauer Horn auf 754 Metern. Die Sicht vom sogenannten "Bergsturz" auf das Albpanorama mit den Dreikaiserbergen war traumhaft. Von links nach rechts hüpfte der Blick vom Rechberg über den Hohenstaufen, den Stuifen, den Hornberg, das Kalte Feld bis zum Bernhardus. Dazwischen konnte man den Furtlepass in Richtung Degenfeld ausmachen. Unten im Tal lagen Bargau, Bettringen und Schwäbisch Gmünd.

Das Naturschutzgebiet "Bargauer Horn" mit seinen idyllischen Buchenwäldern zeigte den Albvereinlern, was dieser Landschaft ihren so unerschöpflichen Reiz und ihren Charakter verleiht. Auf den durch die Wanderschäferei entstandenen Wachholderheiden waren geschützte Enzianarten und Orchideen zu entdecken. Auch lächelte den Wanderern "das Edelweiß der Schwäbischen Alb", die Silberdistel, aus der Heidelandschaft entgegen.

Vorbei an der Weggabelung "Bargauer Kreuz" erreichten die Wanderer das Naturfreundehaus Himmelreich und legten ganz nach dem Motto des Wanderheimes "man sollte schon zu Lebzeiten auf dem Himmelreich gewesen sein - man weiß ja schließlich nicht, wo man im Jenseits einmal landen wird", eine zünftige Rast ein. Hier war auch zu erfahren, wie der Name entstand: Der Sage nach führte einst der Teufel Jesus auf den Lärmfelsen vom Rosenstein, um ihm alle Länder der Welt zu zeigen. Dann sprach er zu ihm: "Dies alles will ich dir schenken, wenn du vor mir niederfällst und mich anbetest." Christus aber widerstand und verbannte ihn in die Teufelsklinge am Nordhang des Nägelberges bei Heubach. Danach schritt er über das Heubacher Tal hinweg zum Scheuelberg und "fuhr" mit einem Esel in "sein Himmelreich". Die Wanderer aus Sulzbach-Laufen hingegen stiegen gestärkt wieder zum Ausgangspunkt in Weiler in den Bergen ab.

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