Ilshofener Teilort feiert am Wochenende dreitägiges Heimatfest

Nur alle zehn Jahre wird am Ortsrand von Obersteinach das große Zelt aufgebaut, und es heißt wieder: Willkommen zum Heimatfest. Drei Tage lang wird gefeiert. Doch zuerst muss viel Vorarbeit geleistet werden.

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Die ersten Teile des Wirtschaftszelts in Obersteinach stehen schon. Nach und nach nimmt es Gestalt an. Später werden hier Getränke und Essen serviert. Das große Zelt für bis zu 1800 Gäste steht schon komplett. Foto: Katharina Gottschalk

Obersteinach ist so manchen kaum ein Begriff. Die Obersteinacher aber sind stolz auf ihren kleinen Ort, und dazu haben sie allen Grund. Sie haben ein reges Vereinsleben. Fast jeder der knapp 600 Einwohner ist in einem Verein vertreten. Die Mitgliederzahlen können sich sehen lassen, und auch der Nachwuchs steht schon parat.

Davon träumt so mancher Verein im Landkreis. Die Landfrauen Obersteinach zählen 91 Mitglieder, die Feuerwehr 29, im Posaunenchor sind 50 Menschen mit ihren Instrumenten dabei, im Männerchor 40 Stimmen, im Jugendchor 25 und im gemischten Chor 50 Sängerinnen und Sänger. Wie schafft es ein kleines Dorf zu solchen Zahlen? "Die Kinder sind von klein auf dabei. Es gibt eine tolle Jugendarbeit von der Kirche aus, und sobald sie alt genug sind, gehts ab zum Chor", verrät Ortsvorsteher Manfred Betz. Es sei das Gemeinschaftsgefühl, das die Leute aus dem Ort zusammenhalte.

Alle zwei Jahre wird deshalb auch ein Straßenfest organisiert. Und alle zehn Jahre steht das große Event an: das dreitägige Heimatfest. Es wird heuer zum sechsten Mal gefeiert. Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen, alle Vereine sind involviert. Es werden viele Gäste erwartet: Das Festzelt fasst bis zu 1800 Besucher.

"Wenn am Sonntag gutes Wetter war, haben wir sogar schon draußen aufstuhlen müssen, weil der Platz im Zelt gar nicht gereicht hat", erinnert sich Manfred Betz. Er und seine Kameraden drücken nun natürlich die Daumen, dass das Wetter bis zum Wochenende hält. "Wenn so ein Fest, mit so viel Vorbereitung und Aufwand, ins Wasser fällt, das wäre wahrlich ein Jammer", meint Monika Fischer, Vorstand des gemischten Chores.

Manfred Betz: "Hinterher stellt man immer irgendetwas fest, was man hätte besser machen können. Aber wir müssen für die Leute in zehn Jahren, die das nächste Fest organisieren, ja auch noch was übrig lassen." Ein solch aufwendiges Fest birgt auch viel Risiko. "Dass so ein großes Fest läuft, ist nicht selbstverständlich", meint Margit Bauer, die den Vorstand der Landfrauen Obersteinach inne hat. Warum trotz Risikos, hohem Aufwand und Stress das Heimatfest wieder einmal auf die Beine gestellt wurde, habe mit Tradition zu tun, meinen die Obersteinacher einstimmig. "Tradition treibt an." Bis zum Wochenende packen alle nochmal fleißig mit an, damit es heißen kann: "Riewer, niewer, nuff - Schdoanich iss guat druff."

Programm des Obersteinacher Heimatfests vom 7. bis 9. Juni
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