Ideologie oder Weltoffenheit

Der von Kultusminister Andreas Stoch vorgestellte Bildungsplan ruft hiesige Bundespolitiker auf den Plan. Annette Sawade und Harald Ebner unterstützen das Vorhaben. Christian von Stetten ist skeptisch.

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Bei dem neuen Bildungsplan der grün-roten Landesregierung geht es darum, Schüler für einem toleranten Umgang mit sexueller Vielfalt und unterschiedlichen Lebensentwürfen zu sensibilisieren. Dagegen regt sich Widerstand. Im Internet kursiert die überwiegend von konservativen Kreisen initiierte Petition "Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens". Und auch eine Gegenpetition, die die Bundestagsabgeordneten Annette Sawade (SPD) aus Hall und Harald Ebner (Bündnis 90/ Die Grünen) aus Kirchberg unterzeichnet haben.

"Das hat nichts mit pädagogischer, moralischer und ideologischer Umerziehung zu tun", schreiben Sawade und Ebner. "Es werden gezielt Falschaussagen und Vorurteile gestreut, die nicht mehr in unsere Zeit gehören", meint Ebner.

Beide begrüßen den Entwurf des Bildungsplans von Kultusminister Andreas Stoch ausdrücklich und haben eine Gegenpetition unterzeichnet. Dieser Aufruf steht unter dem Slogan "Für ein tolerantes und weltoffenes Baden-Württemberg".

"Ich habe mich mit der von meinen beiden Kollegen unterschriebenen Onlinepetition noch nicht beschäftigt. Als Abgeordnete können wir die Diskussion im Parlament führen. Sollte es bei der grün-roten Landesregierung in Stuttgart aber Bestrebungen geben, Schulkindern die schwule, lesbische, transgende und intersexuelle Kultur in der Grundschule näher zu bringen, lehne ich dies ab. Den Eltern der Kinder sollte diese Entscheidung überlassen werden", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten aus Künzelsau.

In der von Sawade und Ebner unterstützten Petition heißt es unter anderem: "Baden-Württemberg ist ein Land der Vielfalt auf dem Fundament der Grundrechte. (. . .) Zu Toleranz und Weltoffenheit gehören für uns auch die Akzeptanz sexueller Vielfalt und selbstbestimmter Lebensentwürfe." Das habe auch etwas mit Menschenrechten und Demokratie zu tun.

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