Ideale Ergänzung und Chance

Das Rad neu erfinden ist nicht notwendig, sind sich die Teilnehmer am Einführungsabend zum Erwerb des Sozialführerscheins im Gemeindehaus Wallhausen einig. Sie wollen von der Pike auf helfen lernen.

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Auf den Sozialführerschein kann man durchaus anstoßen. Foto: Daniela Röhling

Es gibt viel zu tun, da ist sich die Schirmherrin des Projekts, Bürgermeisterin Rita Behr, sicher. "Wach gerüttelt hat mich erst dieser Tage eine Randnotiz in der Zeitung. Eine 80-Jährige lag mehr als zwei Jahre tot und unbemerkt in ihrer Wohnung. Wohin driftet die Gesellschaft ab, wenn nicht bemerkt wird, dass jemand auf einmal fehlt", fragt sich Rita Behr. Daher zollt sie den Anwärtern auf den Sozialführerschein höchsten Respekt. Das ein oder andere werde sicher nicht spurlos an den Teilnehmern vorübergehen. Behr versichert: "Sie sind nicht allein, der Sozialführerschein gibt Methoden an die Hand, mit Unwägbarem und Unbekanntem umzugehen. Am Ende möge Gutes auf Sie zurückkommen."

Der Sozialführerschein, so Diakon Martin Heubach, soll kein Lückenbüßer sein, sondern eine ideale Ergänzung zum Dienst am Menschen. "Satt und sauber pflegen", darauf müssten sich aus Kostengründen gerade die professionellen sozialen Dienstleistungen beschränken. Das Ehrenamt kann tiefer gehen, "und da setzen wir mit unserem Sozialführerschein an", erklärt der Diakon. Dieser Schnupperabend gibt den Teilnehmern die Chance sich als Team zu begegnen, Wünsche, Hoffnungen und auch Ängste zu äußern und verschiedenste spätere Einsatzbereiche kennenzulernen, ergänzt Heubach.

Walter Schopf aus Satteldorf kommt hoch motiviert zum Treffen: "Ich will meinen Horizont erweitern, wissen wo meine Stärken liegen, meine Begabungen und natürlich auch die rechtlichen Grenzen des Ehrenamts beleuchten." Ursula Kunz aus Kirchberg hat schon Erfahrungen gesammelt im Ehrenamt, bei der Mitarbeit in einem Sozialladen. "Ich sehe den Sozialführerschein als Chance, neuen Menschen zu begegnen und dort einzusteigen, wo es für mich stimmig ist." Doris Dürr aus Hegenau kennt aus ihrem eigenen Leben soziale Brennpunkte. "Man weiß oft gar nicht mehr, was sich in der Nachbarschaft abspielt", sagt sie. Dabei sei es doch so einfach, ins Gespräch zu kommen und für andere da zu sein.

Sechs Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen stehen für die Anwärter auf dem Fahrplan und sollen Rechts- und Verhaltensicherheit bieten. Am Ende geht es darum, Menschen Freude ins Leben zu bringen - und nicht vor der eigenen Haustüre stopp zu machen.

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