Hospizverein sucht Helfer

Der Hospizverein Blaufelden sucht neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - und lädt deshalb heute um 19.30 Uhr zu einem Infoabend ein.

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Im evangelischen Gemeindehaus in Kirchberg geht es dann um den neuen Befähigungskurs zur Hospizbegleitung. Eingeladen sind Menschen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten. Seit über 16 Jahren werden Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige von ehrenamtlichen Hospizmitarbeitern begleitet. Dieser überkonfessionelle Dienst ist im evangelischen Kirchenbezirk Blaufelden und in der katholischen Seelsorgeeinheit Hohenloher Ebene nicht mehr wegzudenken.

"Freundschaft auf Zeit", so sehen das die Ehrenamtlichen und so sehen es auch die Schwerstkranken samt Angehörigen: Da ist jemand, der mir zuhört, für mich Zeit hat, der meine Hand hält und mit mir aushält. Zurzeit stehen 23 Frauen und drei Männer für diese Einsätze bereit. Breite Unterstützung hat der Verein aber auch in der Bevölkerung. Zum Verein gehören derzeit 102 Mitglieder.

Bevor die Hospizmitarbeiter ihren ersten Einsatz absolvieren, besuchen sie einen Vorbereitungskurs. Ein solcher wird heute um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus am Hofgarten in Kirchberg vorgestellt. Er soll im September starten. Voraussichtlich bis Anfang April 2014 werden die Teilnehmer vierzehntägig zusammenkommen. Verantwortet wird dieser Befähigungskurs von Diakon und Altenheimseelsorger Wolfhard Rudat. Im Leitungsteam sind auch die Vorsitzende des Hospizvereins, Pfarrerin Elke Hahn, und die Koordinatorin des Vereins, Beate Frank. Für die Qualität des Kurses sprechen auch die Weiterbildungen als Trauerbegleiterin und in "Palliative Care".

Es müssen immer wieder Frauen und Männer geschult werden, weil die Nachfrage zunimmt: Die Menschen werden immer älter, es gibt mehr Palliativbegleitungen, immer mehr Menschen leben alleine und haben keine Angehörigen, die ihnen ein Leben zu Hause bis zum Tod ermöglichen können.

Diese verstärkte Anfrage der Begleitungen lässt sich auf Dauer von den jetzigen Mitarbeitern nicht bewältigen. Daher ist es wichtig, so der Hospizverein, dass neue Helfer dazukommen.

Der Dienst ist ehrenamtlich, der Einsatz wird nicht bezahlt. Honoriert wird in der Weise, dass die Mitarbeitenden alle vier Wochen ihre Erlebnisse begleitet austauschen, dabei aber ihre Schweigepflicht achten. Auch werden regelmäßig Fortbildungen angeboten und jedes Jahr zu einem gemeinsamen Essen geladen. Der Hospizverein Blaufelden hat zwei Begleitungsgruppen: eine in Blaufelden, die Monika Sauler leitet, und eine in Kirchberg, die von Wolfhard Rudat geleitet wird.

Jede Sterbebegleitung ist einzigartig, so wie jeder Mensch einzigartig ist. Somit ist Hospizbegleitung auch nicht erlernbar, aber der Befähigungskurs soll Mut machen und Werkzeuge an die Hand geben, Menschen auf diesem letzten Lebensweg zu begleiten. Großer Wert wird auf die Kunst des aktiven Zuhörens gelegt, die Teilnehmer entdecken, wie sie sich in die Einstellungen anderer Menschen einfühlen können.

Der Hospizverein sucht dringend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auf diese wichtige und schöne Aufgabe einlassen und würde diese gerne am Infoabend in Kirchberg begrüßen.

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