Hospizbewegung sucht Frauen, die mitmachen

Die Hospizbewegung im Kirchenbezirk Gaildorf gibt es seit über zehn Jahren. Der Kirchenbezirk ist auch für den Raum Michelbach und Bühlertal zuständig. 18 Frauen sind dabei. Weitere werden gesucht.

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Derzeit sind 18 Frauen im Kirchenbezirk unterwegs, wenn eine Familie die Begleitung eines Sterbenden wünscht. Sie arbeiten im normalen Alltag in Büros, in Arztpraxen oder wollen sich in der Nachberufszeit sinnvoll für Mitmenschen engagieren.

Nach ihrer Motivation befragt, antworten einige: "Ich hätte mir selber jemanden gewünscht, als mein Partner starb" oder "Ich habe meine Mutter begleitet, ich will wissen, ob ich es damals richtig gemacht habe."

Die Mitarbeit im Hospizdienst ist ein Ehrenamt. Jede Einzelne entscheide, wie oft und wann sie unterstützen kann, heißt es in einer Pressemitteilung des Hospizdienstes. Da viele der Frauen im Berufsleben stehen und eine Familie haben, sei dies wichtig. Die Besuche seien vielschichtig - so individuell wie jeder einzelne Mensch und jedes einzelne Sterben. Zu den Aufgaben gehöre es, mit einer Angehörigen, die Rat sucht, ein Gespräch zu führen.Oder einfach am Bett in einem Pflegeheim zu sitzen, wenn ein Mensch Angst hat oder es dem Angehörigen zu ermöglichen, in den Gottesdienst zu gehen, während die Hospizmitarbeiterin den kranken Angehörigen daheim besucht.

Schwester Monika, die Leiterin dieser Gruppe, weiß, wen sie für bestimmte Begleitungen anfragen kann. Die Mitglieder kennen sich gut untereinander. Dafür haben die gemeinsamen Weiterbildungen, der regelmäßige Austausch und Supervisionen gesorgt. Von Kommunikation, Seelsorge, Palliativmedizin, Trauerbegleitung, einem Pflegekurs bis zur Betreuung in einzelnen Gruppen - dies alles können Interessierte in vier Wochenendkursen und bei den Hospitationen erleben. Bis zum Ende der Qualifizierung haben die Teilnehmenden Zeit, sich zu überlegen, ob sie zukünftig beim Hospizdienst mitarbeiten möchten.

Info Wer mehr wissen möchte, kann sich bei der Kirchlichen Sozialstation Gaildorf, Schwester Monika Weber oder Andrea Beck informieren, Telefon (07971) 8987. Das kostenfreie Seminar startet am 28. Februar.

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