Hoffnung sogar über den Tod hinaus

Gedanken zu Ostern von Pfarrer Bruno Münch, Evangelische Kirchengemeinde Roßfeld

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Das Osterlamm ist das Symbol für die Auferstehung Jesu Christi. Familie Scheuring aus Triftshausen freut sich über den tierischen Nachwuchs. Privatfoto

Osterferien - Kürzlich habe ich Grundschulkinder gefragt, wie die Ferien heißen, die jetzt anstehen. Die Antwort kam prompt und vielstimmig. Als ich dann weiter gefragt habe, welche Feiertage in den Osterferien sind und was man eigentlich an Ostern feiert, hatten die Kinder schon mehr Mühe. Von "Da ist Jesus geboren" über "Er ist ans Kreuz gehängt worden" bis "Da hat mein Bruder Geburtstag" kam alles - auch die richtige Antwort. Da merkte ich dann den Kindern an, wie sie sich auf Ostern freuen können, und wie ansteckend diese Freude sein kann.

Was feiert man an Ostern - wissen Sie es? Wenn Sie die Antwort wissen, gehören Sie laut einer Stern-Umfrage zu den 83 Prozent der Bundesbürger, die Ostern und Auferstehung Jesu zusammenbringen können. Man kann auch sagen: Ostern ist der wichtigste christliche Feiertag. Ohne Ostern gäbe es das Christentum nicht. Ein Mensch wird geboren, und irgendwann stirbt er wieder, das ist normal. Das Außergewöhnliche ist die Auferstehung dieses Jesus von Nazareth, der Christus genannt wird.

Kürzlich wurde ich gefragt, wieso alle Kirchen nach Osten gerichtet sind: Der Altar steht immer Richtung Osten. Wenn Sie an Ostern in eine Kirche kommen, werden Sie auch nach Osten blicken. Im Osten geht die Sonne auf. Der Sonnenaufgang ist schon seit den Zeiten der alten Kirche Symbol für die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Wenn wir in einem Gottesdienst nach Osten blicken, spricht daraus die Hoffnung auf die Auferstehung.

So ist die Ausrichtung einer Kirche auch ein Glaubensbekenntnis: Wir glauben an die Auferstehung. Wir sehen der Wiederkunft Jesu Christi mit Freuden entgegen. Dieser Glaube ist es, der das Christentum auszeichnet: Blicken wir auf den Auferstandenen. Er hat den Tod überwunden. Der Glaube daran erzeugt Osterfreude, die ansteckend sein kann.

Um eine Kirche herum war in früheren Zeiten fast immer ein Friedhof angelegt. Auch die Gräber zeigen diese Ausrichtung nach Osten: Der Leichnam eines Verstorbenen wurde so ins Grab gebettet, dass sein Gesicht nach Osten schaute. Man bekennt damit: Ich glaube, dass der auferstandene Jesus Christus auch mich aus dem Tod ins ewige Leben holen kann.

Ostern ist das bedeutendste Fest des Christentums. Mit gutem Grund: Es steht für die Hoffnung, sogar über den Tod hinaus. Es steht für die Zuversicht, die der Glaube jedem geben kann. Es steht für die Freude, die sich auch auf Sie übertragen kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Ostern.

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