Heuer geht nichts mehr

Die marode Brücke über dem Esbach, die in Kirchberg neun Wohnhäuser mit der übrigen Welt verbindet, wird nicht mehr in diesem Jahr erneuert.

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Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montag die Ausschreibung der Bauarbeiten aufgehoben, weil die eingegangenen Angebote erheblich über der Kostenberechnung lagen.

Wie berichtet, will der günstigste Bieter für eine Brücke in Sichtbeton 216 000 Euro, während die Kalkulation des Ingenieurbüros Metzger aus Niederstetten 150 000 Euro ergeben hatte. Eine mit Muschelkalk verblendete Betonbrücke würde sogar 245 000 Euro kosten statt der kalkulierten 165 000 Euro.

Bereits im Juni hatte der Gemeinderat die Entscheidung über die Vergabe der Arbeiten ausgesetzt - der Grund ist eine Finanzierungslücke. Bei ihrem Antrag auf einen Zuschuss war die Stadt nämlich von 175 000 Euro Baukosten ausgegangen; davon sollte das Land 75 Prozent, also 131 000 Euro, übernehmen - allerdings nur für die billigere Variante in Sichtbeton. Auf den Mehrkosten, die sich aus der Ausschreibung ergeben hätten, wäre die Stadt sitzengeblieben.

Im nächsten Schritt wird sich der Technische Ausschuss des Gemeinderats, der am 15. September tagt, mit der Esbachbrücke befassen. Er wird über eine geänderte Ausschreibung beraten und soll dabei auch überlegen, ob außer einer Betonbrücke auch eine Holz-Stahl-Konstruktion infrage kommt, wie sie von manchem Stadtrat bevorzugt wird.

Sicher ist dabei lediglich, dass die Brücke 2013 nicht mehr erneuert werden kann. Das Büro Metzger, unter dessen Regie die Brücke 2011 provisorisch gesichert worden war, hat die Verantwortung für einen weiteren Winter abgelehnt. Wie Bürgermeister Stefan Ohr im Gemeinderat erklärte, soll nun geprüft werden, ob die Sicherungen verstärkt werden müssen.

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