Heimatgeschichte zum Anfassen

Die Kultur OHG Frankenhardt, die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feierte, errichtet auf dem Burgberg eine Plastik zur „Sage vom Marienbrunnen“.

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Der Vorstand der Kultur OHG mit dem Modell der dreiteiligen Plastik, die der Künstler Rolf Kurz entworfen hat: Kurt Kochendörfer, Manfred Koch, Peter Noack, Anton Frank und Ernst Zinke (von links).  Foto: 

Es war ein gut gehütetes Geheimnis: Seit Monaten schon machte Kurt Kochendörfer, Vorsitzender der Kultur OHG Frankenhardt, rätselhafte Andeutungen. Von einer grandiosen Idee sprach er, mit der der Kulturverein schwanger gehe, die aber noch reifen müsse. Und von einer Überraschung, die die Bürger Frankenhardts begeistern werde. Jetzt entschied die Leader-Aktionsgruppe Jagstregion, in öffentlicher Sitzung das Projekt mit einem 60-prozentigen Zuschuss zu fördern. Damit ist das Geheimnis gelüftet: Die Kultur OHG errichtet eine Plastik auf dem Burgberg.

Die Plastik hat der in Stimpfach geborene Künstler Rolf Kurz entworfen. Er wird sie auch gestalten. Sie wird aus Messing gearbeitet und auf einer befestigten Fläche verankert. So viel darf schon verraten werden: Die Arbeit besteht im Stil des Kubismus aus drei Quadern und weiteren stereometrischen Formen. Richtig zusammengesetzt ergeben diese eine Kirche und spielen damit auf die „Sage vom Marienbrunnen“ an.

Der Sage nach hat ein augenkranker Hirte, der von seinem Leiden geheilt wurde, zum Dank auf dem Burgberg eine Marienkapelle errichtet, die zur Wallfahrtsstätte wurde. Heute ist davon jedoch nichts mehr sichtbar. Mit der Skulptur möchte der Verein das kulturhistorische Erbe des Burgbergs wiederaufleben lassen.

„Die Plastik wird ein Kunstwerk sein, aus dem heraus viele Themenfelder und Diskussionen bei vielen Menschen ausgelöst werden“, vermutet Kochendörfer. Darüber hinaus werte sie den Burgberg, das Frankenhardter Wahrzeichen, auf, das als familienfreundliches Ausflugsziel von vielen Menschen aus der Region zur Naherholung genutzt wird.

Zur Einbettung der Skulptur in die Landschaft sollen Bäume gepflanzt werden. Dadurch werden nicht nur die benachbarte Streuobstwiese ergänzt, sondern auch eine Verbindung von Kultur und Natur geschaffen. Bei der Pflanzaktion sollen Schüler der Honhardter Wilhelm-Sandberger-Schule mithelfen.

Die Kultur OHG mit ihren rund 250 Mitgliedern hat das Projekt angestoßen und geplant und wird bei der Umsetzung mitwirken. Sie hat auch mit sämtlichen Beteiligten gesprochen und die erforderlichen Genehmigungen eingeholt. Die Genehmigungsbehörde, die Träger öffentlicher Belange sowie der Schwäbische Albverein und der Pächter der Gaststätte auf dem Burgberg begleiten das Projekt wohlwollend.

Gemeinde beteiligt sich

Forst-BW stellt die Fläche für das Kunstwerk zur Verfügung. Die Gemeinde Frankenhardt und die Bürgerstiftung Frankenhardt beteiligen sich ebenfalls mit einem kommunalen Finanzierungsbeitrag.

„Es ist ein Glücksfall für die Kultur OHG, dass es die Leader-Förderung für die Skulptur gibt. Damit kann der große Traum, ein Kunstwerk von Rolf Kurz in Frankenhardt zu errichten, umgesetzt werden“, sagt der Vereinsvorsitzende. Sobald die Fördergelder bewilligt sind, beginnt die Umsetzungsphase. Auf der Burgbergkuppe aufgestellt wird die Plastik voraussichtlich im Herbst.

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