Haushalt der Gemeinde Stimpfach liegt wieder über der Zehn-Millionen-Grenze

Mit mehr als zehn Millionen Euro ist der Haushalt der Gemeinde Stimpfach deutlich größer als in den letzten Jahren. Das liegt vor allem an den zahlreichen Bauvorhaben, die in diesem Jahr anstehen.

|
Platz für den Einkaufsmarkt: Für den Abriss des Wohn- und Geschäftshauses und die Baureifmachung des Grundstücks am Ortsausgang von Randenweiler sind 355 000 Euro im Stimpfacher Haushalt eingeplant.  Foto: 

Von einem "bewegten und arbeitsreichen Haushaltsjahr" sprach Bürgermeister Matthias Strobel, als er die wichtigsten Eckpunkte des Haushaltsplans 2016 am Montagabend in der Gemeinderatssitzung vorstellte. Die Gemeinderäte hatten zuvor in nicht öffentlicher Sitzung intensiv über das Zahlenwerk beraten. Daher folgte nach den Ausführungen von Kämmerer Wilhelm Hanselmann keine Diskussion mehr, sondern sogleich die Beschlussfassung - und die fiel einstimmig aus.

Erstmals seit 2011 überschreitet das Haushaltsvolumen wieder die Zehn-Millionen-Grenze. Die Gemeinde legt ein großes Investitionspaket auf: 400 000 Euro für ein neues Feuerwehrfahrzeug, 386 000 Euro für die Regenwasserbehandlung, 150 000 Euro für den Breitbandausbau, 355 000 Euro für die Baureifmachung des Geländes, auf dem ein Einkaufsmarkt entstehen soll. Außerdem 200 000 Euro für den Erwerb oder Umbau von Gebäuden für Asylsuchende, 55 000 Euro Zuschuss für die Jugendherberge und 70 000 Euro für den Gehweg an der Connenweiler Straße.

Die Investitionen sind möglich, weil es mehr Einnahmen gibt - höhere Schlüsselzuweisungen aus dem Finanzausgleich (1,4 Millionen Euro), mehr Gewerbesteuereinnahmen (950 000 Euro) und einen höheren Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (1,4 Millionen Euro) - sowie weniger Ausgaben: Die Kreisumlage sinkt um 314 000 auf 775 000 Euro und die FAG-Umlage um 252 000 auf 497 000 Euro. Die Nettoinvestitionsrate beläuft sich damit auf 1,3 Millionen Euro. Zur Finanzierung der zahlreichen Bauvorhaben werden außerdem 280 000 Euro aus der Rücklage entnommen. Kredite werden nicht aufgenommen, betonte Hanselmann.

Einen Rekord gibt es auch bei den Personalausgaben: Sie steigen um 98 000 Euro und liegen damit bei 1,4 Millionen Euro. Auch die Verwaltungs- und Betriebskosten sind mit 1,6 Millionen Euro 100 000 Euro höher als im vergangenen Jahr. Während die Friedhofs- und Wassergebühren unverändert bleiben, steigen die Abwassergebühren von 2,63 auf 2,99 Euro pro Kubikmeter.

Alles in allem ist Wilhelm Hanselmann also mit dem diesjährigen Haushalt zufrieden: "Angesichts der hohen Investitionen ohne Finanzierung mit Krediten und angesichts der ordentlichen Nettoinvestitionsrate kann man von einem soliden Haushalt reden."

Haushalt in Zahlen

Das Haushaltsvolumen beträgt 10,4 Millionen Euro. Davon entfallen 2,9 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt und 7,5 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt. Die Zuführungsrate beträgt 1,4 Millionen Euro. Es werden keine Kredite aufgenommen.

Der Schuldenstand wird zum Jahresende 2,8 Millionen Euro betragen. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 906 Euro.

HOF

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Gericht: Rassismus auf dem Jakobimarkt

Das Amtsgericht verurteilt einen Ordner wegen ausländerfeindlichen Äußerungen. Der 57-Jährige bestreitet die Vorwürfe. weiter lesen