Hauptversammlung beim Bezirksimkerverein Gerabronn

Die Imker im nördlichen Altkreis haben im vergangenen Jahr eine überdurchschnittliche Honigernte erzielt. Das ist bei der Hauptversammlung des Bezirksimkervereins Gerabronn in Sigisweiler deutlich geworden.

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  • Bei einem Anfängerkurs weihen die Imker Interessenten in die Geheimnisse der Bienenhaltung ein. 1/2
    Bei einem Anfängerkurs weihen die Imker Interessenten in die Geheimnisse der Bienenhaltung ein. Foto: 
  • Lore Gleiter (Mitte) ist bei den Gerabronner Imkern mit der goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet worden; links Vorsitzender Erich Rothfuß, rechts seine Stellvertreterin Karin Unbehauen. 2/2
    Lore Gleiter (Mitte) ist bei den Gerabronner Imkern mit der goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet worden; links Vorsitzender Erich Rothfuß, rechts seine Stellvertreterin Karin Unbehauen. Foto: 
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Vorsitzender Erich Rothfuß ließ das Imkerjahr Revue passieren: 2015 begann demnach mit großen Verlusten in den Bienenvölkern, die nach offiziellen Angaben 22 Prozent betrugen. Es folgte ein Jahr, das als das wärmste seit den Wetteraufzeichnungen in die Geschichte einging. Gleichzeitig fehlten die nötigen Niederschläge. Es fielen im Jahresmittel nur 70 Prozent der durchschnittlichen Jahresmenge an Regen, von Juli bis Oktober fast nichts.

Das Jahr begann mit milden Temperaturen, sodass sich die überlebenden Völker gut entwickeln konnten. Bei Trachtbeginn fehlte schon Wasser, was beim Blütenhonig zu einer durchschnittlichen Ernte führte. Allerdings setzte dann eine Honigtautracht ein, die eine gute Sommertracht, teilweise mit dunklem Waldhonig, brachte. Bei der gesamten Honigernte kann man von einem überdurchschnittlichen Ertrag sprechen, auch wenn die Wiesen oft braun statt bunt waren.

Bei der Spätsommerbehandlung der Völker gegen die Varroamilbe mit Ameisensäure wurden gute Erfolge erzielt. Für die Winterbehandlung mit Oxalsäure waren der November und Dezember ungünstig, weil es zu warm war. In diesem Frühjahr wird es nötig sein, konsequent Drohnenbrut zu entnehmen und Ableger zu bilden. Auch der Futtervorrat muss im Auge behalten werden, da die Völker viel Winterfutter verbraucht haben.

Für die Imker steht in diesem Jahr ein großes Ereignis bevor, die Landesgartenschau in Öhringen, bei der die Imker aus Hohenlohe einen Informationsstand betreiben. Höhepunkt wird der Tag der Imkerei am 10. Juli. Traditionell findet am 3. Juli in Wackershofen ein Tag der Imkerei statt, an dem auch die Gerabronner Imker mit ihrem Wildbienenstand beteiligt sein werden.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Bronze für 15 Jahre erhielten Jens Geldner, Dieter Kreiselmayer, Andreas Krämer, Dieter Philipp und Erwin Kaufmann. Mit Silber für 25 Jahre wurden Thomas Ackermann, Wolf Striegel, Helmut Vogt und Hartmut Gerlinger ausgezeichnet. Lore Gleiter erhielt für ihre 40-jährige Mitgliedschaft die goldene Ehrennadel.

Andreas Grathwohl vom Bezirksimkerverein Öhringen zeigte erste Bilder vom Verkaufsgebäude, das die Imker für die Landesgartenschau errichten, und stellte das vorläufige Programm der Imker vor.

Claudia Häußermann, Doktorandin an der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim, die sich mit der Varroamilbe beschäftigt, sprach in einem Vortrag über Aktuelles aus der Varroaforschung. Sie ging in ihrem Vortrag auf die Verbreitung, die Anatomie, die Lebensweise und die Paarung der Varroamilbe ein.

Info Bei der Monatsversammlung der Imker am Dienstag, 23. Februar, um 20 Uhr im "Lamm" in Michelbach/Heide steht ein Film über Bienen auf der Tagesordnung. Gäste sind willkommen. Mehr Informationen gibt es unter www.bezirksimkerverein-gerabronn.de

Kurs für Anfänger

Einen Anfängerkurs für Imker gibt es morgen um 14 Uhr in Schönbühl bei Herbsthausen bei der Gaststätte Baschl. Dort werden zuerst Informationen vermittelt, die für den Einstieg in die Bienenhaltung wichtig sind. Im Laufe des Sommers sind weitere praktische Unterweisungen vorgesehen. Interessierte können sich dort kostenlos über ein spannendes Hobby informieren.

Ohne Bienen gibt es keine Bestäubung und ohne Bestäubung keine Ernte. Etwa 80 Prozent der farbig blühenden Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Deshalb ist die Imkerei ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems; sie erlebt derzeit einen Aufschwung.

PM

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