Halbe Million für die Kläranlage

Investieren und gleichzeitig Schulden abbauen - das will sich die Stadt Schrozberg in diesem Jahr zum Ziel setzen. Den Entwurf des Haushaltsplans hat die Verwaltung jetzt dem Gemeinderat vorgelegt.

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  • Um die Kläranlagen im Schrozberger Stadtgebiet kümmern sich die Klärwärter Harald Vering (Foto) und Gerd Hahn. Wegen der Molkerei wird in Schrozberg eine Flotationsanlage gebaut, in der Schmutzpartikel entfernt werden. Fotos: Erwin Zoll 1/2
    Um die Kläranlagen im Schrozberger Stadtgebiet kümmern sich die Klärwärter Harald Vering (Foto) und Gerd Hahn. Wegen der Molkerei wird in Schrozberg eine Flotationsanlage gebaut, in der Schmutzpartikel entfernt werden. Fotos: Erwin Zoll
  • Die Schäden an der Südwestecke des Schrozberger Schlosses, des Berlichinger Baus, sind nicht zu übersehen. 2/2
    Die Schäden an der Südwestecke des Schrozberger Schlosses, des Berlichinger Baus, sind nicht zu übersehen.
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"Wenn man nicht in den Zeiten die Schulden senkt, in denen die Einnahmen sprudeln, dann wird man es nie schaffen." Mit dieser Devise hat Bürgermeister Klemens Izsak das Zahlenwerk im Gemeinderat eingebracht. Tatsächlich sollen die Schulden in diesem Jahr um 465 000 Euro abgebaut werden. Geht alles nach Plan werden sie Ende 2013 noch 5,6 Millionen Euro betragen, das sind 969 Euro je Einwohner (Vorjahr 1050 Euro). Bezieht man die Wasserversorgung ein, für die ein eigener Etat geführt wird, sinken die gesamten Schulden um 500 000 Euro auf 6,3 Millionen Euro, das sind 1092 Euro je Einwohner (Vorjahr 1179 Euro).

Beim Schuldenabbau kommen der Stadt zwei Umstände zugute: Zum einen ist das Jahr 2012 besser als geplant verlaufen, sodass ein Fehlbetrag aus dem Jahr 2011 von 463 000 Euro ausgeglichen werden konnte, der den Haushalt jetzt nicht mehr belastet. Zum anderen profitiert Schrozberg in diesem Jahr besonders vom Finanzausgleich. 1,9 Millionen Euro bleiben dabei unter dem Strich an der Stadt hängen; 2012 waren es noch 320 000 Euro. Auch das trägt dazu bei, dass Schrozberg bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben mit einem Überschuss von 1,7 Millionen (Vorjahr 460 000 Euro) rechnen kann. Davon werden 652 000 für Tilgungen verwendet, sodass über eine Million Euro für Investitionen zur freien Verfügung stehen.

Mit diesen Beträgen im Rücken braucht sich die Stadt bei den Investitionen nicht zurückzuhalten. In dem von Kämmerin Carmen Kloss erläuterten Entwurf des Haushaltsplans sind fast 2,6 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen, das sind 962 000 Euro mehr als 2012.

Fortgesetzt wird in diesem Jahr der Ausbau der Ortsdurchfahrt Schrozberg im Bereich des Zeller Wegs. Für diesen Projekt stehen 750 000 Euro zur Verfügung. 500 000 Euro sind für die Erweiterung der Kläranlage in Schrozberg vorgesehen. Sie ist notwendig, weil die Molkerei ihre Produktionskapazitäten ausgebaut hat. Geplant ist, die Molkerei mit einer eigenen Druckleitung mit der Kläranlage zu verbinden und dort eine Flotationsanlage zu bauen. Mehr als 1,2 Millionen Mark soll die Erweiterung der Kläranlage bis 2015 kosten.

Keinen Aufschub dulden die Schäden am Schloss, die Ende vergangenen Jahres im Gemeinderat für ein Stöhnen gesorgt hatten. Die südwestliche Ecke des Berlichinger Baus, der sich deutlich senkt, muss unterfangen werden. 300 000 Euro sollen dafür eingestellt werden.

Ebenfalls neu im Etat ist der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Funkstatt, für die bei Gesamtkosten von 480 000 Euro heuer 200 000 Euro bereitgestellt werden sollen. Für die Ortsdurchfahrt in Bossendorf ist eine letzte Rate von 56 000 Euro fällig; die Gesamtkosten des Ausbaus betragen 328 000 Euro. 93 000 Euro wird die Breitbandversorgung von Schmalfelden, Speckheim, Wolfskreut und Windisch-Bockenfeld kosten. Hier wurden in den letzten Jahren Leerrohre verlegt, als Netzbetreiber hat die Stadt die Telekom gewonnen.

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