Gutes Essen für gute Bildung

Es gibt Verlustgeschäfte, die prächtige Gewinne erzielen - zum Beispiel die Ganztagesbetreuung an der Grundschule in Langenburg, die sich schon in kurzer Zeit zu einem Erfolgsprojekt gemausert hat.

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Finanziell gesehen ist Langenburg alles andere als auf Rosen gebettet. Dennoch beschritt das Kommunalparlament im Juni 2013 einen angesichts der klammen Stadtkasse durchaus mutigen Weg - und beschloss die Einführung einer Ganztagesbetreuung an der örtlichen Grundschule.

Es war damals ausgemacht, dass die neuen Angebote wie Hausaufgabenbetreuung, Jugendbegleiterprogramm und eine in eigener Regie produzierte Mittagsverpflegung auf den Prüfstand gestellt werden - mitsamt den Kosten für das zusätzlich benötigte Personal.

Denn schon vor dem Start der Ganztagesschule war glasklar, dass die neuen Aussichten in der Langenburger Bildungslandschaft wohl immer ein Zuschussbetrieb bleiben werden - wie überall.

Für Langenburger Verhältnisse wird tatsächlich eine ordentliche Stange Geld in die Hand genommen, wie die schon vor dem Start prognostizierte und dem Gemeinderat jetzt vorgelegte Zwischenbilanz zeigt: Das monatliche Defizit der Ganztagesbetreuung inklusive Mittagessen summiert sich monatlich auf rund 3500 Euro, pro Jahr sind das immerhin 42 000 Euro.

Dass jeder Cent dieses Geldes bestens angelegt ist, belegt nicht nur ein Platz im Spitzenfeld, den die Grundschule Langenburg bei einem kreisweiten Vergleich der Ganztagesangebote belegt: Über 50 Prozent der insgesamt 61 Schüler sind mit von der Partie (das HT berichtete am 28. Januar).

Ein Bericht des Grundschul-Rektors Bernhard Jakob machte es den Stadträten ebenfalls leicht, das Angebot grundsätzlich bis zum Ende des Schuljahres ohne personelle oder inhaltliche Einschränkungen weiterzuführen - bei moderater Erhöhung der Preise für das Mittagessen, wachem Blick auf die Entwicklung der Kosten und mit dem Plan, eventuell noch weitere "Kunden" wie zum Beispiel Kindergärten in Nachbargemeinden oder Langenburger Senioren für das nach allen Regeln der modernen Kochkunst von Fachfrauen zubereitete Mittagessen zu gewinnen.

Wie der Schul-Chef erklärte, sind die Eltern voll des Lobs für die Qualität des Essens - der kollektive Mittagstisch stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl. Und nicht nur das: Mit dem kulinarischen Standortfaktor hat die Grundschule einen weiteren gewichtigen Trumpf im Ärmel, wenn es im kommenden Schuljahr um die offizielle Anerkennung als Ganztagesschule geht. Rektor Bernhard Jakob ist so gut wie sicher, dass der Antrag problemlos durchmarschiert.

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