Gute Laune trotz Grippe-Absage

So hatten sich Werner Feucht und Kurt Hohenstein ihren Festabend für 20 Jahre Konzertkreis Triangel nicht vorgestellt: Kabarettist Andreas Rebers musste erkrankt absagen. Am 16. März gibts einen neuen Anlauf.

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Künstler krank, Termin verschoben: Kurt Hohenstein (links) und Werner Feucht hängen das Plakat ab. Foto: blo

Wenn die Grippe einen Künstler dahinrafft, dann ist einfach nichts zu machen. Das haben Kurt Hohenstein und Werner Feucht am Donnerstag erfahren müssen. Am Abend wollten sie im Haller Neubau-Saal mit dem Auftritt des Kabarettisten Andreas Rebers das 20-Jahr-Bestehen ihres Konzertkreises Triangel feiern. Doch am frühen Morgen kam der Anruf von der Künstleragentur: Rebers hat die Grippe. "Es ist erst die dritte Absage in 20 Jahren", tröstet sich Werner Feucht - doch ausgerechnet am Jubiläumstermin, das schmerzt doch.

Er und sein Triangel-Kompagnon Kurt Hohenstein hängen sich ans Telefon und versuchen, vielleicht doch noch kurzfristig einen gleichwertigen Ersatz aufzutreiben. "Ich habe sicher zehn Agenturen angerufen, die mit Kabarettisten in dieser Liga arbeiten", erzählt Hohenstein - schließlich könne man auch nicht irgendwen auf die Bühne stellen. Pispers, Priol, Pelzig, Schramm - keiner kann aushelfen. Helge und das Udo alias Helge Thun und Udo Zepezauer, vielen Freilichtspiele-Besuchern in Hall bestens bekannt, wären auch fast eingesprungen - hätte sich Helge Thun nicht tags zuvor eine Zehe gebrochen, erzählt Werner Feucht.

"Bis 13 Uhr haben wir das mit dem Ersatz noch versucht", sagt Hohenstein. Ohne Erfolg. Also wurde der Termin abgesagt. Eine Mitarbeiterin des Kulturbüros habe rund 80 Nummern von Gästen und Online-Kartenkäufern durchtelefoniert, berichtet er, teilweise bis nach Nürnberg oder Würzburg.

Eineinhalb Stunden vor dem geplanten Veranstaltungbeginn beziehen Fecht und Hohenstein im Neubau am Eingang Stellung. Auf dem Rebers-Plakat prangen rote Infostreifen: Veranstaltung entfällt krankheitsbedingt, Karten behalten ihre Gültigkeit oder werden zurückgenommen. Nach und nach kommen immer mehr Menschen zur Tür herein, die sich auf den Kabarett-Abend mit Rebers freuen - bis Feucht und Hohenstein ihnen vom erkrankten Künstler erzählen. Nein, sauer ist keiner - krank ist halt krank, so der bedauernde Tenor. Walter Frank, Stadtrat und Ortsvorsteher von Sulzdorf, schmeißt eine Runde Johannisbeerbonbons - als Halsweh-Prophylaxe. So lassen sich die Triangel-Leute auch von einer Absage nicht die Laune verderben. "Wir stoßen jetzt einfach noch im Kleinen mit Sekt an", meint Werner Feucht.

Und gestern hat er mit Andreas Rebers auch einen passenden Ersatztermin gefunden: Am Samstag, 16. März, gibts um 20 Uhr einen neuen Anlauf - dann hoffentlich gesund.

Info Rebers zeigt am 16. März ab 20 Uhr im Neubau-Saal sein Programm "Predigt erledigt". Vorverkauf im Kartenkontor, Telefon (0791) 751-600, oder unter (0791) 404-121.

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