Grundschule Satteldorf soll Ganztageseinrichtung werden - Besuch ist freiwillig

Zum einen ist es der Bedarf und zum anderen ein Stück Zukunftssicherung, dass das Betreuungsangebot an der Grundschule Satteldorf auf alle Schüler und auf alle Tage ausgebaut werden soll.

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Ab dem kommenden Schuljahr soll an der Grundschule Satteldorf die ganze Woche über Ganztagsbetreuung angeboten werden.  Foto: 

Die Gemeinde Satteldorf bietet seit diesem Schuljahr eine Ganztagesbetreuung an, die allerdings auf die Erstklässler beschränkt ist. Ihnen soll auf diesem Weg der Übergang vom Kindergarten in die Schule erleichtert werden. Derzeit nehmen vier Kinder dieses kostenpflichtige Angebot mit Mittagsverpflegung und Hausaufgabenbetreuung wahr, die allerdings nicht in der Schule stattfindet, sondern im Kinderhaus Obere Gasse.

Die Schule selbst bietet im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms und in enger Zusammenarbeit mit dem Förderkreis und ehrenamtlichen Kräften an zwei Nachmittagen bis 15.30 Uhr Arbeitsgemeinschaften und Hilfe bei den Hausaufgaben an. Dienstags kommen durchschnittlich 46 Kinder, donnerstags 17. Jeweils die Hälfte nimmt an der Schule auch das Mittagessen ein, so Schulleiterin Diana Sommer.

Jetzt soll dieses Angebot auf eine breitere Basis gestellt, zeitlich ausgeweitet und über zusätzliche Lehrerwochenstunden organisiert werden. Doch gibt es hierfür überhaupt einen Bedarf? Es gibt ihn, wie allein eine Umfrage unter den 103 Eltern von Vorschülern und Erstklässlern ergeben hat. Danach haben 18 Kinder einen erhöhten Betreuungsbedarf, zwei benötigen nur eine Zusatzbetreuung. Derzeit besuchen 190 Kinder die Satteldorfer Grundschule, um deren Zukunft es der Gemeinde nicht bange ist. Noch nicht, wie Bürgermeister Kurt Wackler in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich machte. Er verwies auf den unter den Schulen entbrannten Wettbewerb, der sich spätestens dann auf die Grundschulen auswirke, wenn auch hier die Schulbezirke aufgelöst werden sollten. "Wir müssen einen zukunftsfähigen Weg für unsere Schule finden", so Wackler, und hierzu gehöre auch eine Betreuung über den Unterricht hinaus. Auch wenn "hier mal wieder mit heißer Nadel gestrickt wurde", wie der Bürgermeister anmerkte, verwies er auf ein gemeinsames Eckpunktepapier des Landes und der kommunalen Landesverbände zum weiteren Ausbau von Ganztagesgrundschulen. Zum einen werden hier verschiedene Zeitmodelle aufgeführt und zum anderen die daraus resultierenden Lehrerwochenstunden pro Gruppe. Voraussetzung für zusätzliche Wochenstunden ist allerdings die Bildung von mindestens einer Ganztagesgruppe mit 25 Schülern. Schulleiterin Sommer ist zuversichtlich, dass diese Zahl erreicht wird: "Wenn das Angebot kommt, kommen auch die Nachfragen." Das hätten jedenfalls Eltern signalisiert.

Gremium einstimmig für Ausbau des Betreuungsangebots

"Wir müssen das Angebot an unserer Schule ausbauen und vernünftig weiterentwickeln", machte Bürgermeister Wackler deutlich, der den Gemeinderat hinter sich weiß. Das Gremium befürwortete einstimmig den Ausbau des Betreuungsangebotes auf fünf Tage jeweils bis 17 Uhr und für alle Grundschulklassen. Die Teilnahme am Ganztagesbetrieb soll nicht verpflichtend, sondern freiwillig sein, sind sich Verwaltung und Gemeinderat einig. Die Verwaltung wird jetzt zusammen mit der Schulleitung beim Land die entsprechenden Anträge auf Förderung der Ganztageseinrichtung stellen, die ab dem kommenden Schuljahr angeboten werden soll.

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