Gottes Zeichen zu deuten wissen

Mit stimmungsvollen Frühlingsbildern begann die "Kirche im Abendlicht" am Sonntag in Sulzbach. Unter dem Motto "Immer ist Anfang" handelte der Gottesdienst von Neugier, Lebenslust und Neubeginn.

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Ritual beim Passahfest: Händewaschen am Taufstein der Sulzbacher Kirche.

Die Gruppe für liturgischen Tanz zog mit Kerzen und dem Lied "Laudate omnes gentes" in die abgedunkelte Michaelskirche ein. Immer ist Anfang - durchs ganze Leben hindurch. Diese Wahrheit wurde vom Abendlicht-Team mit Bildern und Texten ähnlich einem Lebenslauf und leiser Klavierbegleitung von Martin Knödler dargestellt.

Immer ist Anfang bedeutet auch "immer ist Gott". Er macht neue Anfänge nach Naturkatastrophen und Krisen. Selbst den betagten Abraham bewegte er dazu, in ein neues und fremdes Land zu ziehen. Und betrachtet man etwas, egal in welchem Alter, mit den Augen eines Anfängers, dann wird man noch in Abbrüchen und Enttäuschungen Möglichkeiten und Chancen entdecken, sich neu in eine Richtung zu entwerfen, die vorher nicht denkbar war. Solange wir leben, bietet uns das Leben solche Aufbrüche an.

Am Beispiel von Uli Hoeneß, der nach seiner Steueraffäre seinen guten Ruf und seine Freiheit verloren hat, erläuterte Pfarrer Matthias Walch, dass auch bei einem Steuersünder und Häftling immer etwas neu anfangen kann.

Im weiteren Dialog zwischen dem Pfarrer und Ute Nast, die neu im Abendlicht-Team angefangen hat, ging es darum, dass du selbst anfangen musst. Ein Motor dafür kann die Sehnsucht sein, aber ohne Loslassen gibt es keinen Anfang und kein Loslassen ist ohne Schmerz. Mit biblischen Geschichten wurde verdeutlicht, dass es ohne Vertrauen keinen Anfang gibt. Man kann sich Jesus anvertrauen, dem allerschönsten Vertrauensbild. Auch das Volk Israel hatte sich Gott anvertraut, als er sie aus der Knechtschaft in Ägypten führte. Zum Dank dafür wurde das Passahfest gefeiert.

Auch die Gottesdienstbesucher in Sulzbach waren zu einem bekannten Passah-Ritual eingeladen. Wer wollte, ließ sich am Taufstein die Hände waschen, nahm sich ein ungesäuertes Stück Brot, frische Petersilie und trank aus dem Abendmahlskelch einen Schluck roten Traubensaft.

Musikalisch umrahmt wurde die "Kirche im Abendlicht" vom "Ohser Chor" unter der Leitung von Klaus Schneider. Zum Ende des Gottesdienstes in Sulzbach gab es für jeden ein Osterei vom Uhlbachhof und ein Sprichwort als Geschenk. Dieses Ei symbolisierte die Auferstehung Jesu. Denn: Immer ist Anfang.

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