Glocke wird abtransportiert

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Die Evangelische Kirchengemeinde Oberaspach saniert das historische Geläute ihrer Kirche. Die große, 600 Kilogramm schwere Glocke aus dem Jahr 1691 ist stark beschädigt. Sie wird heute ab 9.30 Uhr mit einem Autokran vom Turm gehoben und anschließend nach Nördlingen transportiert. Zuschauer sind willkommen.

Der Glocke fehlen vier Kronenarme und der sogenannte Schlagring ist stark ausgeschlagen. Vermutlich stammen diese Beschädigungen noch aus der Kriegs- beziehungsweise Nachkriegszeit, denn die Glocke wurde 1941 zusammen mit ihrer nächstkleineren "Schwester" für Rüstungszwecke eingezogen und in eines der Glockenlager ("Glockenfriedhof") gebracht.

Die Glocken wurden nach dem Krieg neu aufgehängt, die beschädigte Krone durch eine Stahl-Holz-Konstruktion mehr provisorisch ersetzt. Die große Glocke soll nun wieder historisch gerecht instandgesetzt werden. Von einem der verbliebenen Kronenbügel wurde ein Abdruck genommen. Mithilfe dessen werden die fehlenden von der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe nachgegossen. Im Glockenschweißwerk Lachenmeyer in Nördlingen sollen sie dann neu ein- sowie der Schlagring wieder aufgeschweißt werden.

In einigen Wochen werden die Glocken an neu angefertigten Holzjochen wieder aufgehängt und mit leichteren und weicheren Klöppeln versehen.

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