Globalberechnung führt zu neuen Beiträgen

In Fichtenberg wurde jetzt die "Globalberechnung" für Wasser und Abwasser abgeschlossen. Nun wurden auch die Anschlussbeiträge geändert.

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Der Fichtenberger Gemeinderat hat am Mittwochabend einstimmig neue Anschlussbeiträge für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung beschlossen. Für den Anschluss an öffentliche Abwasserkanäle werden künftig einmalig 4,82 Euro pro Quadratmeter und Geschossfläche fällig (bisher 3,06 Euro), die Kläranlage schlägt mit 77 Cent (bisher 2,19 Euro) zu Buche und die Wasserversorgung mit 3,19 Euro (bisher 2,60 Euro). Die Beiträge werden erhoben, wenn ein Grundstück an die Wasserversorgung und das Kanalsystem angeschlossen wird.

Grundlage des Beschlusses ist die vom Gesetzgeber geforderte Globalberechnung, die von der Allevo Kommunalberatung im Auftrag der Gemeinde Fichtenberg durchgeführt wurde. Details der Berechnung stellte die Diplom-Verwaltungswirtin Ute Hofmann den Gemeinderäten in einem kleinen Crashkurs vor.

In der Globalberechnung werden die Gesamtkosten öffentlicher Einrichtungen errechnet und auf die Nutzer umgelegt. Auch bisherige und künftige Investitionen werden mit einbezogen.

Die Globalberechnung für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung in Fichtenberg gilt bis einschließlich 2024. Zuweisungen und Zuschüsse werden ebenso von der Gesamtsumme abgezogen wie Kosten, die über Gebühren finanziert werden. Mindestens fünf Prozent der Kosten müssen überdies vom Träger, also von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde übernommen werden.

Als Beitragsmaßstab wurde die Quadratmeterzahl mal die Geschossfläche gewählt. Für die Globalberechnung wurden dann die umlagefähigen Kosten ermittelt. Sie liegen beim Kanalsystem bei 5,598 Millionen Euro, bei der Kläranlage bei 904000 Euro und bei der Wasserversorgung bei 3,844 Millionen Euro. Als zulässige Geschossfläche wurden für den Kanalbeitrag und den Klärbeitrag jeweils 1160330 Quadratmeter ermittelt, beim Wasserversorgungsbeitrag sind es 1202400 Quadratmeter.

Die Zustimmung zur Globalberechnung machte auch eine Änderung der Wasserversorgungssatzung und der Abwassersatzung notwendig. Die Gebühren bleiben allerdings für beide Bereiche unverändert. Beim Abwasser liegt aus dem Jahr 2013 eine Kostenüberdeckung vor, die mit dem laufenden Jahr und dem Jahr 2016 verrechnet wird. Bei der Wasserversorgung will man abwarten, bis die Erschließung des Baugebietes Waldeck sowie die geplanten Vorhaben in der Hauptstraße, im südlichen Kellerfeld und in der Lindenstraße abgeschlossen sind. Wenn die tatsächlichen Rechnungsergebnisse vorliegen, soll überprüft werden, ob eine Gebührenanpassung nötig ist.

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