Gleiche Gesprächsthemen Das Seniorencafé in Raibach zählt zu den ältesten im Landkreis

Über Dinge sprechen, die für ihre Altersgruppe wichtig sind. Das ist den Besuchern des Seniorencafés im Rosengartener Teilort Raibach wichtig. Am vergangenen Sonntag kamen 35 Gäste.

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Angeregt unterhalten sich die Gäste des Seniorencafés Raibach. Es zählt zu den ältesten im Landkreis. Foto: Lydia-Kathrin Knirsch

"Die Senioren genießen es, einmal unter sich zu sein, Menschen zu treffen, mit denen sie aufgewachsen sind und sich über Dinge zu unterhalten, die für sie relevant sind", beschreibt Andrea Rüger, Vorsitzende der Landfrauen Raibach-Hohenholz-Sanzenbach, die ausgeglichene Stimmung des Raibacher Seniorencafés. Das Seniorencafé zählt zu den ältesten im Landkreis. "Im Jahr 2002 fand das Treffen zum ersten Mal statt", erinnert sich Rüger. Doch wie kam es dazu?

"Der Impuls ging von der Lokalen Agenda 21 aus", erzählt die Landfrauen-Vorsitzende. Man habe ein aktiveres Gemeindeleben gestalten, soziale Treffpunkte für die Gemeindemitglieder schaffen wollen. "So kam den Raibachern die Idee, ein Treffen nur für Senioren ab 60 Jahren aus unserer Gemeinde ins Leben zu rufen", schildert Rüger. Für viele Altersgruppen und Interessenslagen gebe es passende Angebote - sei es ein Jugendraum oder einen Sportverein. "Allein die Älteren blieben immer wieder auf der Strecke, für sie gab es einfach nicht genug Möglichkeiten. Und das wollten wir ändern."

Seitdem findet jeden ersten Sonntag im Monat das Seniorencafé im Dorfheim in Raibach statt - und das nun schon seit knapp zwölf Jahren. Die Bewirtung erfolgt stets von den Landfrauen, zwei Frauen bei jedem Café. So ist es auch am vergangenen Sonntag. Die beiden Raibacherinnen Elfriede Haaf und Gertrud Kalmbach haben die erste Versorgung im Jahr 2014 übernommen.

Das Raibacher Dorfheim ist bestens gefüllt. An diesem Sonntag sind rund 35 Gäste gekommen. "Normalerweise sind es nicht so viele", sagen Haaf und Kalmbach. "Eigentlich pendelt es sich stets zwischen zehn und zwanzig Personen ein", ergänzt Rüger. Doch an diesem Sonntag hat sich der Schwäbische Albverein Ortsgruppe Rosengarten hinzugesellt. "Das ist eigentlich nicht ideal", sind sich die drei Damen von den Landfrauen einig. "Das Seniorencafé soll ein Treffpunkt für Senioren sein, die sich austauschen wollen, und nicht eine Plattform für Vereine", stellt die Vorsitzende Rüger fest.

Der Austausch stehe bei den Damen und Herren über 60 an oberster Stelle, schildern die Gastgeberinnen. "Wir haben am Anfang gedacht, man müsse den Menschen noch mehr bieten, als nur Kaffee, Kuchen und einen Ort, an dem sie sich treffen können", erzählen die Frauen. Aus diesem Grund habe man Spiele angeboten und gemeinsam versucht, zu singen. "Allerdings wurde das gar nicht wahrgenommen." Die Senioren sprechen lieber über das, was sie mit jüngeren Generationen nicht so gut erörtern können: zum Beispiel die Vergangenheit, Krankheiten oder Tabletten.

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