Gläserne Flügeltüren für Aussegnungshalle

Die Aussegnungshalle auf dem Ilshofener Friedhof bekommt einen Windschutz. Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich für gläserne Flügeltüren aus. Zudem soll eine Mauer vor der Witterung schützen.

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Die Aussegnungshalle auf dem Ilshofener Friedhof ist seinerzeit in offener Bauweise geplant worden. Das zu ändern, ist gar nicht so einfach. Die offene Konstruktion hat einen Vorteil: Auch bei großen Beerdigungen sind alle Trauernden nah am Geschehen dabei. Und einen Nachteil: "Es zieht wie Hechtsuppe", sagte Bürgermeister Wurmthaler in der Sitzung des Gemeinderats am Freitagabend.

Viele Ilshofener wünschen sich deshalb einen Windschutz. Das griff der Gemeinderat auf und beauftragte die Sandelsbronner Architektin Patricia Knodel, "sich etwas zu überlegen". Bereits in einer der vorherigen Sitzungen des Gemeinderats hatte sie den Räten unterschiedliche Varianten von Türen oder Toren vorgestellt, die Gemeinderäte baten Knodel damals zu prüfen, ob Rolltore möglich seien.

Das seien sie nicht, teilte Architektin Knodel nun mit. Das lasse die Dachkonstruktion nicht zu. Deshalb schlug Knodel den Gemeinderäten nun Glastüren vor, die an die bestehenden Betonpfeiler angeschlagen werden könnten. Die sollten sich nach außen öffnen, und zwar zwei Doppeltüren auf der Breit- und zwei Doppeltüren auf der Rückseite. Vervollständigt wird der Windschutz durch eine Mauer in der Verlängerung der Rückseite. Die soll die Beerdigungsbesucher vor dem harten Westwind schützen, die bei sehr großen Beerdigungen im Inneren der Aussegnungshalle keinen Platz mehr finden. Damit die Mauer nicht so massiv wirkt, schlug Architektin Knodel Glaseinsätze und einen Versatz vor.

Die Mauer stieß bei den Gemeinderäten auf breite Zustimmung, die Glastüren allerdings nicht. Wer solle die denn putzen, fragte Gemeinderätin Heidrun Jäger. "Die Kosten sind zu hoch für das, was es bringt." Solche Kosten stünden "gegenläufig zur heutigen Zeit". Stadtkämmerer Otts Investitionsprogramm sieht für den Windschutz immerhin 70 000 Euro vor. Die könnten besser angewendet werden, meinte auch Gemeinderätin Claudia Freimüller.

Eine gegensätzliche Position zum Thema Geld vertrat Gerhard Wüstner, denn es sage etwas über eine Gesellschaft aus, wie mit dem Thema Beerdigungen verfahren werde. Bürgermeister Wurmthaler merkte an, dass vielen Menschen in Ilshofen der Windschutz sehr wichtig sei. Das wusste auch die Mehrheit der Ratsmitglieder. Sie sprachen sich mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung für die Flügeltüren aus - unter dem Vorbehalt, dass die Sargträger durchpassen. Einstimmig votierte das Ilshofener Stadtparlament für die Windschutzmauer, beim Thema Material (Natursteine und Glas) gab es zwei Enthaltungen.

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