Geschichtliches zum Stöbern

Wenn der 80-Jährige Hugo Götzelmann Besucher durchs Heimatmuseum führt, scheint es fast, er sei ein studierter Historiker: Sein Hintergrundwissen ist profund.

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  • Hugo Götzelmann (links) und Walter Edelmann vor dem Vellberg-Schild, das Albert Gehring in den 1950-er Jahren gestaltet hat. Das Schild stand lange an der Bühlertalstraße und wies die Autofahrer auf das schmucke Städtchen hin. Fotos: Ufuk Arslan 1/2
    Hugo Götzelmann (links) und Walter Edelmann vor dem Vellberg-Schild, das Albert Gehring in den 1950-er Jahren gestaltet hat. Das Schild stand lange an der Bühlertalstraße und wies die Autofahrer auf das schmucke Städtchen hin. Fotos: Ufuk Arslan
  • Drei Grazien in Hohenloher Tracht. 2/2
    Drei Grazien in Hohenloher Tracht.
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Bis vor zwei Jahren hatte der frühere Polizist Götzelmann einen Kollegen im Heimatmuseum: Walter Edelmann. Auch er hat dort regelmäßig Führungen übernommen. Inzwischen überlässt dieser das lieber Jüngeren.

Edelmann war seit den Anfängen 1986 für das Museum aktiv. "Nach der Eingemeindung von Großaltdorf haben wir die Exponate der beiden Ortschaften hier zusammengestellt", erinnert sich der Großaltdorfer, der vor kurzem nach Vellberg umgezogen ist. Das Museum habe ganz langsam angefangen, zunächst mit den Kanonen und Ritterrüstungen, dann sei die Vogelsammlung dazugekommen. Für Schulklassen seien die Vögel sehenswert, denn in der Natur könnten Kinder solche Exemplare kaum noch beobachten, meint der ehemalige Vermessungsingenieur. "Das interessanteste für die Kinder ist immer das Reiterskelett", erzählt er und lacht. Das Original des fränkischen Reiters aus dem 7. Jahrhundert, ist in der Nähe von Großaltdorf ausgegraben worden und im Landesmuseum in Stuttgart zu sehen. Das nachgestellte Reitergrab im Vellberger Museum ist aber genauso beeindruckend.

Gemeinsam haben die beiden Hobby-Historiker schon einige Sonderausstellungen für das Museum organisiert: über alte Wäsche, antikes Porzellan, Postkarten aus der Kaiserzeit, Feuerwehrhelme, bis hin zu alten Puppen und Polizeimützen. Dabei sind sie auf die Unterstützung durch andere Museen und Sammlungen angewiesen.

Die diesjährige Sonderausstellung hat Hugo Götzelmann allein zusammengestellt. Sie ist Agnes Günther, einer deutschen Schriftstellerin, gewidmet. Als Kind hat sie in den späten 1870er Jahren zwei Sommer auf der Vellberger Stöckenburg im Haus des Pfarrers Wilhelm Hartlaub verbracht und ihre Eindrücke in Briefen festgehalten. Die in Stuttgart geborene Frau war später Ehefrau des Langenburger Dekans. In Langenburg schrieb sie den Roman "Die Heilige und der Narr" - ein Bestseller, der bis heute immer wieder neu aufgelegt wird. Exemplare verschiedener Ausgaben sind im Vellberger Heimatmuseum ausgestellt, außerdem Kinoplakate und Filmprogramme zu den drei Verfilmungen des Romans. Selbstverständlich hat sich Hugo Götzelmann bestens in das Thema eingearbeitet und kann den Besuchern lebendig und unterhaltsam aus dem Leben der Agnes Günther berichten.

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