Gerd Beyerbach als Rektor der Johannes-Gutenberg-Schule verabschiedet

Herzlich und fast familiär ist Gerd Beyerbach nach neun Jahren als Rektorder Johannes-Gutenberg-Förderschule Gaggstatt verabschiedet worden.

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  • Zum Eintritt in den Ruhestand bekam der scheidende Gaggstatter Sonderschuldirektor und leidenschaftliche Boulespieler Gerd Beyerbach von Bürgermeister Siegfried Gröner ein Set Boulekugeln. Beyerbachs Frau Anja freut sich mit. 1/2
    Zum Eintritt in den Ruhestand bekam der scheidende Gaggstatter Sonderschuldirektor und leidenschaftliche Boulespieler Gerd Beyerbach von Bürgermeister Siegfried Gröner ein Set Boulekugeln. Beyerbachs Frau Anja freut sich mit. Foto: 
  • Zum Abschied gab es afrikanische Trommelklänge mit Dorothea Berger – weitere Fotos online in der HT-Galerie unter www.hohenloher-tagblatt.de. 2/2
    Zum Abschied gab es afrikanische Trommelklänge mit Dorothea Berger – weitere Fotos online in der HT-Galerie unter www.hohenloher-tagblatt.de. Foto: 
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Wer früher als Schüler “uff Gaggstatt“ kam, sei schnell mit einem Makel behaftet gewesen, sagte die stellvertretende Schulleiterin Ursula Grihn in ihrer Begrüßung. Damals war die Schule noch nicht nach dem Erfinder der Buchdruckkunst benannt, sondern hieß noch “Schule für Lernbehinderte“. Inzwischen habe sich das Ansehen gründlich gewandelt – sie präsentiere sich heute als beispielhaftes sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum in der Region, so Grihn.

Zu diesem Wandel hat Gerd Beyerbach durch sein Wirken als Mensch und Pädagoge entscheidend beigetragen. Als “hoch engagierten Sonderpädagogen, der sich für jedes Kind mit seinen Besonderheiten einsetzt“ würdigte die Leitende Künzelsauer Schulamtsdirektorin Ursula Jordan den scheidenden Rektor. Sie hob besonders die “offene Gesprächskultur“ zwischen Schulleitung, Elternschaft, Kollegium, Schülerinnen und Schülern und dem Schulträger hervor.

Das Grußwort des Schulträgers Gemeinde Rot am See überbrachte Bürgermeister Siegfried Gröner. Beyerbach habe in den neun Jahren als Rektor und 36 Jahren als Lehrer “das gute Image der Johannes-Gutenberg-Schule weiter gefestigt“ und sei “durch seine respektvolle Art bei Schülern, Kollegen und Eltern gleichermaßen beliebt“. Dass das Schulzen-Lob nicht nur eine schöne Abschiedsfloskel war, war am Donnerstag bei der Feier im Dorfgemeinschaftshaus in allen Beiträgen von Schülern, Eltern und Kollegen deutlich spürbar: Die Tränen flossen in Strömen nicht nur bei der geehrten Hauptperson des Vormittags, sondern auch bei vielen Schülern und Festgästen, als die Schüler-CD “Goodbye, bey, Beyerbach“ ertönte, die Schülersprecher Marco Adelmann überreichte. Musiklehrer Dieter Späth hatte gemeinsam mit den Schülern bewegende Dankesworte von allen Schülern aufgenommen und daraus frei nach Rio Reisers “Bye, bye, Junimond“ ein berührendes Abschiedslied komponiert.

“Danke, Danke, Danke“ – immer wieder sprach Maria Vogt vom Elternbeirat diese Woche mit bewegtem Herzen und gerührter Stimme aus. Launig und kabarettreif war das “Abschiedslied für Gerd“, das der langjährige Kollege und Fördervereinsvorsitzende Stefan Labude vortrug. Der Refrain enthielt witzige Seitenhiebe zum Stichwort „Inklusion“ – eine Arbeit, die Gerd Beyerbach schon gepflegt habe, lange bevor der Fachbegriff dafür erfunden worden sei, sagte Ursula Grihn in ihrem Grußwort für das Kollegium. Auf kurzweilige Weise gab sie einen Überblick über die Geschichte der Förderschule und der Innovationen der letzten Jahre unter Beyerbachs Ägide. Auf seinen privaten Einsatz als Koch für Schüler ohne Heimfahrmöglichkeit in der Mittagspause gehe die Einführung der Mittagsbetreuung zurück. Beyerbach führte auch die Fremdsprache Englisch an der Förderschule ein und etablierte das Konzept ILEB für individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung. Sehr zum Leidwesen der Schüler sei allerdings der beliebte Werkunterricht Beyerbachs oft ausgefallen, weil er Telefonate führen oder Schulleitertermine wahrnehmen musste.

Sehr kollegial war auch der Kontakt des Gaggstatter Schulleiters zur Gemeinschaftsschule in Rot am See, für die Konrektor Joachim Kraft ein Grußwort sprach. Nach all den von viel Herzlichkeit geprägten Würdigungen gab es auch von Gerd Beyerbach  bewegende Worte zum Abschied. Sie waren geprägt von viel Dankbarkeit gegenüber seinem Kollegium, den Eltern, seinem Vorgänger Helmut Feldmeyer, den Kommunen Rot am See und Kirchberg, und vor allem seinen geliebten Schülern. Beyerbachs Nachfolge im Gaggstatter Rektorat wird als kommissarische Schulleiterin die Leiterin der Montessorischule Ilshofen, Ursel Schwärzel, antreten.

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