Geprüft und für gut befunden

Verbandsprüfer Markus Vogt fasste es bei der Generalversammlung in einem Satz zusammen: "Die Raiffeisenbank Schrozberg-Rot am See hat erfolgreich gewirtschaftet." Und Vogt muss es wissen.

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    Das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Friedrich Höppel aus Spielbach mit seiner Frau Klara.
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    Mit ihm ist eine Ära zu Ende gegangen: Fritz Neidlein. Foto: Erwin Zoll
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Markus Vogt hat die Bank auf Herzen und Nieren geprüft und für gut befunden. Die Mitglieder hörten es in der Stadthalle bei Schnitzel und Eiscreme mit Wohlgefallen - dass bei einer Bank Zufriedenheit herrscht, ist in den Zeiten der Finanzkrise schließlich keine Selbstverständlichkeit.

"Eine solide und ausgewogene Geschäftspolitik" spiegele sich in der Bilanz wider, meinte Vorstandsmitglied Lothar Kaletta. Die Bank verfolge "eine Geschäftpolitik, die nie auf reines Größenwachstum ausgerichtet war und künftig auch nicht sein wird".

Klemens Izsak, Schrozberger Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Bank, bekräftigte dieses Prinzip. "Unsere Bank verfolgt eine langfristige Strategie", meinte er. In den vergangenen 130 Jahren habe jeder Kunde das anvertraute Geld wieder zurückerhalten, und dies werde auch in Zukunft so sein. "Wir haben keine Vorstände und Mitarbeiter, die schnell angeheuert und schnell gefeuert werden, wie dies bei vielen Großkonzernen der Fall ist", sagte Izsak, "unsere Vorstände, Mitarbeiter und die Aufsichtsräte wollen Ihnen jeden Tag ins Gesicht schauen können."

Gleichwohl bleibt die Finanzkrise nicht ohne Folgen für die Raiffeisenbank Schrozberg-Rot am See. Zwar hätten die Genossenschaftsbanken ihre "unerschütterliche Standfestigkeit" bewiesen, wie Lothar Kaletta formulierte, doch träfen nun auch sie die Konsequenzen, die die Politik aus den Fehlern einzelner Banken ziehe. Neue Gesetze, Verordnungen und Richtlinien seien die Folge. "Wir müssen uns gegen eine Flut von Anordnungen zur Wehr setzen, die auf unser genossenschaftliches Bankenmodell gar nicht passen", sagte Kaletta. Durch die Bürokratie werde die Arbeit erheblich erschwert.

Probleme sehen sowohl Kaletta als auch Izsak auch in dem historisch niedrigen Zinsniveau. 2012 hat der Zinsüberschuss stagniert, für 2013 und 2014 rechnet Kaletta sogar mit einem rückläufigen Zinsüberschuss, dem größten Ertragsposten der Bank.

Die Generalversammlung in Schrozberg war zugleich eine historische Marke - es war die erste Generalversammlung nach der Ära Neidlein. Vorstandssprecher Fritz Neidlein war Ende 2012 in den Ruhestand gegangen, nachdem er 32 Jahre an der Spitze der Bank gestanden hatte (das HT berichtete). "Mit Ihrem Ausscheiden wird unsere Bank ärmer - nicht an Geld, sondern an Wissen und Erfahrung und an einem sich stets für seine Bank einsetzenden Vorstand", sagte Klemens Izsak.

Bei den Wahlen wurden Eugen Burkhardt aus Hilgartshausen und Klemens Izsak als Mitglieder des Aufsichtsrats bestätigt. Neu im Aufsichtsrat ist Hermann Rohn aus Spielbach, der zum Nachfolger des altershalber ausgeschiedenen Friedrich Höppel gewählt wurde.

Friedrich Höppel war 29 Jahre lang in den Aufsichtsgremien der Raiba Spielbach und der Raiba Schrozberg-Rot am See tätig. 13 Jahre lang war er Aufsichtsratsvorsitzender in Spielbach. "Er hatte sein Ohr immer bei den Menschen vor Ort", sagte Vorstandsmitglied Winfried Stahl bei der Verabschiedung Höppels. Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband hat ihn mit einer silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Zahlen aus der Arbeit der Raiffeisenbank Schrozberg-Rot am See AUFGESCHNAPPT
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