Genmais-Debatte: Auch FDP lehnt Zulassung ab

Während der Abgeordnete Harald Ebner im Bundestag eine Abstimmungsniederlage erleidet, formiert sich im Landtag Widerstand gegen die Genmais-Zulassung. Auch Friedrich Bullinger (FDP) ist dagegen.

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"Unsere Verbraucher wollen diese Produkte nicht", hatte der Bauernpräsident Joachim Rukwied auf der Landwirtschaftsausstellung "Grüne Woche" in Berlin noch gesagt. Das sieht auch der FDP-Landtagsabgeordnete Friedrich Bullinger aus Rot am See so: Baden-Württemberg sei faktisch frei von grüner Gentechnik, und dies solle auch so bleiben, sagte er in einer aktuellen Debatte im Stuttgarter Landtag. Hintergrund ist das Bestreben der Grünen, per Bundestagsbeschluss die Bundesregierung dazu zu zwingen, im EU-Ministerrat die Zulassung der Genmais-Sorte 1507 abzulehnen. Der Antrag des Bundestagsabgeordneten Harald Ebner aus Kirchberg, den auch der Stuttgarter Landwirtschaftsminister Alexander Bonde unterstützte, wurde abgelehnt. Im Stuttgarter Landtag dagegen sprachen sich auch CDU und FDP gegen den Anbau von Genmais aus. Mit einer Einschränkung: "Forschung muss möglich sein", betonte Friedrich Bullinger. "Forschung und Wissenschaft müssen frei von Verboten bleiben." Den Anbau von Genmais lehnten auch die Bauern ab, betont der frühere Schweinebauer Bullinger. Bauernpräsident Rukwied hatte den Landwirten vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen abgeraten, da die Haftungsrisiken zu groß seien. Hervorragende konventionelle Saatgutzüchtungen, so Bullinger, würden die Gentechnik ohnehin obsolet machen. Harald Ebner versteht ob der unterschiedlichen Haltung seiner Kollegen die Welt nicht mehr: Er erwarte nun, "dass meine Kollegen von SPD, CSU und auch CDU sich nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch hinter den Kulissen für ein Nein ihrer Regierung stark machen".

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