Weißrusslandhilfe: Gemeinsam viel geschafft

Aktion: Verein Weißrusslandhilfe Crailsheim startet erneut großen Hilfstransport / Mit an Bord: 360 Lebensmittelpakete.

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Mit vereinten Kräften wurden die beiden Lastzüge beladen, die sich zusammen mit einem Begleitfahrzeug heute auf die Fahrt nach Weißrussland machen.  Foto: 

Mit vereinten Kräften haben wir es wieder geschafft”, freut sich Reinhold Kett. Er ist Vorsitzender des Vereins Weißrusslandhilfe Crailsheim, der sich zum wiederholten Mal mit zwei Lastzügen auf den Weg in die 2000 Kilometer entfernte Stadt Gomel macht. Die Unterstützung mit Sachspenden ist nach wie vor außerordentlich groß. Ob Kleidung oder Schuhe, Geschirr oder Elektroartikel, Spielsachen oder Schulranzen, Fahrräder oder Gehwagen: Im Lager im Alten Postweg werden jeden Freitagnachmittag viele Artikel abgegeben, die für die Empfänger in Weißrussland von unschätzbarem Wert sind. „Viele Menschen können sich vieles einfach nicht leisten“, beschreibt Kett die Situation vor allem der Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, die ihre Kinder alleine erziehen, die sich um ihre behinderten oder kranken Angehörigen kümmern.

Lebenswichtige Lebensmittel

Vor einer Woche wurden von den Mitgliedern zwei Lastzüge mit den von der Bevölkerung und von Firmen gespendeten Hilfsgütern sowie mit 360 Lebensmittelpaketen beladen. Diese gehen an besonders bedürftige Familien, die sehnsüchtig auf dieses ganz besondere Geschenk warten. Mit Nudeln, Reis, Mehl, Salz Zucker, Gebäck, Honig  – der Bezirksimkerverein Crailsheim spendete 210 Gläser, ein Imker weitere 150 Gläser –, Hygieneartikel und Waschmittel wird nicht nur Hilfe für das tägliche Leben geleistet. „Diese Pakete sind auch ganz wichtige Zeichen der Solidarität“, wie es die Vertreterinnen der Hilfsorganisationen „Weiße Taube über Tschernobyl“ und „Zentrum für humanitäre Programme“ beschreiben. Diese beiden Gruppen sind seit vielen Jahren vertrauenswürdige und zuverlässige Partner des Vereins Weißrusslandhilfe Crailsheim und vor Ort zuständig für die Verteilung der Hilfsgüter.

Vorsitzender Reinhold Kett und der für die Vereinskasse zuständige Robert Fischer freuen sich, dass auch dieser Transport finanziell gestemmt werden kann. Die Teilnehmer kommen für die Übernachtungs- und Verpflegungskosten selbst auf. Allein die Lebensmittelpakete haben einen Wert von 11 000 Euro, hinzu kommen Kosten für Diesel und für Formalitäten wie Zollabfertigung. Dank der Unterstützung durch Spenden von Einzelpersonen sowie von Unternehmen „können wir erneut so umfangreich helfen“, so Kassier Fischer. Ein spontan veranstaltetes Siedfleischessen vor wenigen Wochen in der Festhalle Haselhof brachte einen Erlös von rund 3500 Euro. Es wurde nicht nur gut gegessen, sondern auch gut gespendet, weshalb die Aktion zu einer festen Einrichtung werden soll.

Schulpartnerschaft angestrebt

Bei dem Aufenthalt in der Stadt Gomel werden nicht nur Hilfsgüter abgeladen, sondern auch Familien und Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser besucht und Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit geführt. Nach einem sehr guten Gespräch mit dem neuen Rektor der Eichendorffschule Crailsheim, Oliver Grau, freut sich Vorsitzender Kett, dass die entscheidenden Weichen für eine Partnerschaft mit der „Schule 41“ in Gomel gestellt werden können. Kontakte zwischen dieser Schule und dem Verein Weißrusslandhilfe bestehen seit Längerem, ebenso mit einer  Schule für Haus-und Landwirtschaft. Angestrebt werden Praktika auf Hohenloher Höfen, von denen sich die Schulleiter bei einem Besuch bereits ein Bild machen konnten.

Die Annahmestelle für Sachspenden im Alten Postweg in Crailsheim ist freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Letztmals am 27. Oktober. Danach ist Winterpause bis voraussichtlich März.

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