Gemeinderat Rot am See verabschiedet Haushaltsplan ohne Gegenstimme

"Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem" - ganz im Sinne des alten Schlagers hat die Gemeinde Rot am See ihre Finanzplanung für 2014 recht unaufgeregt auf den Weg gebracht. Die Zahlen sind solide.

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In vielen Parlamenten der Republik ist Haushalts-Zeit Hauptstreit-Zeit. Denn wenn das Fell des Bären verteilt wird, wollen allerhand fröstelnde Gesellen ihren Teil abhaben. Im Gemeinderat von Rot am See hingegen ging es bei den zurückliegenden Sitzungen stets sehr harmonisch zu, wenn man sich mit den Finanzen beschäftigte. Und so verwundert es nicht, dass die von Kämmerer Martin Zanzinger vorgelegte Planung jetzt ohne Gegenstimme durchgewinkt wurde.

Nun, die Kommune steht nun einmal recht gut da - was Gemeinderat Martin Reuber im Namen des Gremiums betonte: "Wir brauchen uns nicht zu verstecken." Und zum Beweis führte er die "guten Kindergärten mit einem hervorragenden Angebot", die Gemeinschaftsschule, "attraktive Bauplätze", "innovative, leistungsstarke Betriebe", eine "sehr gute Vereinsstruktur sowie eine engagierte Jugendarbeit" und eine "sehr gute Infrastruktur" an.

16,85 Millionen Euro stehen sich als Einnahmen und Ausgaben gegenüber, rund 300.000 Euro hat die Gemeinde für Kreditaufnahmen vorgesehen (ausführlichere Zahlen siehe Infokasten). Die größten Innovationen sind heuer voraussichtlich Abwassermaßnahmen in Kleinbrettheim (722.000 Euro), die Neuanlegung eines Kunstrasenplatzes in Rot am See (522.000 Euro) der Neubau des Feuerwehrmagazins in Brettheim (433.000 Euro) und die Errichtung eines Dorfplatzes ebenfalls in Brettheim (121.000 Euro).

Reuber dankte der Verwaltung für ihre Arbeit und äußerte die Hoffnung, dass Verantwortliche auf höheren Ebenen - etwa der Landkreis - künftig nicht zu freudig in die Gemeindekasse greifen.
 


Zahlen aus dem Haushaltsplan

Die Gemeinde Rot am See gibt 2014 voraussichtlich 16,8 Millionen Euro aus. Davon entfallen rund 13 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt (der die laufenden Kosten, etwa für die Kindergärten, abdeckt; plus rund 600.000 Euro gegenüber 2013) und rund 3,8 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt (für Investitionen; plus rund 256.000 Euro).

Ein wichtiges Kennzeichen für die Finanzkraft einer Gemeinde ist die Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt. Sie beträgt 1,15 Millionen Euro.

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