Gemeinderat Rot am See beschließt Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Brettheim

Eigentlich sollte das alte Feuerwehrgerätehaus in Brettheim umgebaut werden, doch die Kosten liefen aus dem Ruder. Jetzt hat der Gemeinderat Rot am See einen Neubau in Richtung Reubach beschlossen.

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Rund 1,15 Millionen Euro hätte es wohl gekostet, das bestehende Feuerwehrgebäude auf den gewünschten und gebotenen Stand zu bringen. Für den jetzt beschlossenen Neubau muss die Gemeinde etwas weniger tief in ihr Kässchen greifen. 975.000 Euro sind prognostiziert.

Zum Hintergrund: Die Feuerwehr in Rot am See wird umstrukturiert. In Brettheim finden künftig auch die Brandbekämpfer aus Reubach und Hausen am Bach eine Heimstatt. Architekt Mark Betz aus Reubach stellte den Gemeinderäten am Montag verschiedene Planungs-Varianten vor - wobei sowohl die Vertreter der Feuerwehr als auch der Brettheimer Ortschaftsrat zuvor schon einstimmig für eine davon plädiert hatten.

Danach gibt es eine Fahrzeughalle für zwei Feuerwehrautos, an die sich ein Lager und eine Werkstatt anschließen, sowie einen Mannschaftstrakt mit 55 Quadratmeter großem Schulungsraum plus Teeküche, Klos, Umkleiden, einem Technik- und einem Lagebesprechungsraum.

Feuerwehr gehört mitten in den Ort

Die Frage freilich war: Wohin damit? Zur Debatte standen Standorte am Ortseingang von Hilgartshausen kommend (Problem: zu beengt), gegenüber Textil Braun (Problem: Grundstück nicht im Besitz der Gemeinde) und im neuen Gewerbegebiet Richtung Reubach, bei den Firmen Trost und Zanzinger.

Für Letzteres haben sich die Gemeinderäte entschieden - auch wenn nicht nur Ernst Keitel der Meinung ist: "Die Feuerwehr gehört eigentlich nicht ins Gewerbegebiet, sondern mitten in den Ort." Arg weit freilich sind die Wege innerhalb von Brettheim nicht, und so konstatierte Bürgermeister Siegfried Gröner trocken, dass man "manchmal halt auch die zweitbeste Lösung nehmen" müsse. Gesagt, getan: Der Gemeinderat nickte den Bau einmütig ab.

Noch heuer, voraussichtlich im Herbst, sollen die Arbeiten beginnen. Die Gemeinde beantragt jetzt Feuerwehrförderung und hofft auch auf Geld aus dem Ausgleichsstock 2015. Wie es indes mit dem alten Feuerwehrhaus weitergeht, steht noch nicht fest. Bürgermeister Gröner stellte jedenfalls klar: "Wir brauchen das nicht."

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