Gemeinderat Ilshofen sucht Straßennamen fürs Baugebiet Schmerachaue

Die Durchgangsstraße durchs Ilshofener Neubaugebiet Schmerachaue soll Schmerachaue heißen. Davon zweigen der Pappelweg, der Ulmenweg und der Weidenweg ab, so die Beschlüsse im Gemeinderat.

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Beim Kindergarten (links) und beim Landwirtschaftsamt (rechts), wird das Neubaugebiet Schmerachaue angeschlossen. Wo später die vom Baugebiet kommende Straße einmündet, wuchs einst Mais.  Foto: 

Je eine Straße musste in den künftigen Baugebieten Kirchlesäcker in Oberaspach und Sommerberg III in Eckartshausen benannt werden. Das ging schnell, denn die dortigen Ortschaftsräte hatten vorgearbeitet und die Namen Kirchlesäcker und Karl-Roth-Straße nach dem früheren Bürgermeister von Eckartshausen vorgeschlagen. Dem folgte der Gemeinderat einstimmig.

Noch ist entlang der Schmerach im Süden von Ilshofen kein Krümel Erde verschoben worden. Aber die Namen für die künftigen Erschließungsstraßen wurden am Freitag unter großem Hallo vom Gemeinderat auserkoren. Alle hatten sichtlich Spaß an der Namensfindung. Bürgermeister Roland Wurmthaler fand es sogar so spannend "wie eine Hundesteuerdebatte".

Um vier Ortsbezeichnungen ging es: Die Durchgangsstraße von der Bahnhofstraße bis zur Einmündung in die Eckartshäuser Straße am Kindergarten "Max und Moritz" sowie drei ringförmige Zufahrtswege. Schmerachaue war von der Verwaltung für die Hauptstraße vorgeschlagen worden. Es gibt aber bereits ganz in der Nähe den Schmerachring und eine Schmerachstrasse. "Dreimal Schmerach ist zuviel", urteilte Gerhard Wüstner. Nun wurde in Anlehnung an die zuvor kreierte Karl-Roth-Straße in Eckartshausen Ilshofens früherer Bürgermeister Hermann Merz als Namenspatron ins Spiel gebracht. Hier hakte Heidrun Jäger ein: "Es reicht, dass die Schule nach ihm benannt ist, da brauchen wir keine Hermann-Merz-Straße mehr." "Wer weiß, wie lange sich die Erschließung des dritten Bauabschnitts hinzieht, bis dahin käme vielleicht auch Roland Wurmthaler als Namensgeber infrage", dachte Rudi Berger weit in die Zukunft.

Auf einmal waren dann doch alle bis auf einen für Schmerachaue. Dann gings um die drei Nebenstraßen, die Bürgermeister Wurmthaler gern als Ring bezeichnet hätte. "Freundschaftsring, Verlobungsring, Ehering", lautete die logische Schlussfolgerung. Der vorbeifließenden Schmerach wegen sollten die Straßennamen aber lieber mit Wasser oder Aue zu tun haben. "Nur keine Vögel, die haben wir ja in der Lerchenhöhe". Also Fische: Stichling, Forelle, Thunfisch. "Haifischring klingt auch nicht schlecht", warf der Schultes ein.

Oder lieber Blumen? Was wächst denn so am Bach? Naturkundler waren gefragt: Trollblume, Sumpfdotterblume, Veilchen. "Zu lang sollten die Namen nicht sein", gab Wolfgang Maas zu bedenken, "das ist wie mit dem Nachtigallenweg, der passt in kein Kästle, wenn man seine Adresse angeben muss". Er schlug stattdessen "Weidenring und Schilfring" vor.

Bäume oder Blumennamen?

Nun stimmte das Gremium erst mal ab, ob Baum- oder Blumennamen im neuen Wohngebiet eingeführt werden sollen. Mit zehn zu sechs gewannen die Bäume. Danach lag die Weide mit 20 Stimmen gut im Wettbewerb, gefolgt von Pappel und Ulme gleichauf mit 15 Befürwortern. Pech für den Holder, er fand nur sieben Anhänger. Schließlich musste auch die Frage "Weg" oder "Ring" demokratisch geklärt werden: Die Mehrheit war für Weg.

"Also benennen wir die Straßen in alphabetischer Reihenfolge: 1. Pappelweg, 2. Weidenweg, 3. Ulmenweg", versuchte Bürgermeister Wurmthaler der Angelegenheit einen amtlichen Abschluss zu geben. Gerade noch rechtzeitig kam der Hinweis fürs Protokoll: "U kommt im Alphabet vor W".

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