Gelassen und heiter gestartet

Nein, Notenblätter haben sie nicht. Die Roter Dorfmusikanten spielen frei auf und heizen die ohnehin schon gute Stimmung an. Beim Bürgerabend in Hengstfeld ist viel Spaß und Humor angesagt.

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  • Erntete beim Bürgerabend viel Beifall: die schwarz-weiße Männertanzgruppe der DLRG. Fotos (3): Wolfgang Rupp 1/4
    Erntete beim Bürgerabend viel Beifall: die schwarz-weiße Männertanzgruppe der DLRG. Fotos (3): Wolfgang Rupp
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    Singt auch mit 87 Jahren noch aus voller Kehle: Fritz Rollmann.
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Der gemeinsame Start ins neue Jahr fällt ausgesprochen heiter und gelassen aus und nährt die Zuversicht, dass 2013 ein gutes Jahr wird. Was singt das Michelbacher Doppelquartett (Leitung: Karl Müller) am Dienstagabend gleich zu Beginn? "Was immer kommen mag, heut ist ein Freudentag."

Man kann sich nur alle Jahre wieder wundern, wie viel Prominenz diese Veranstaltung im Vorfeld des Viehmarktes anzieht. Da erscheinen alle drei Landtagsabgeordneten (Bullinger, Rüeck und Sakellariou), zieht Landrat Gerhard Bauer diese Veranstaltung dem Treffen der Weltmarktführer in Hall vor (". . .aber da war ich nicht eingeladen"), sitzen der Crailsheimer Polizeichef Heiner und Kreisbrandmeister Vogel am Tisch und gibt sich sogar ein Präsident die Ehre: Guido Wolf. Und es wird ein Programm geboten, das sich wahrlich sehen lasen kann.

Es bleibt Rita Behr, der Bürgermeisterin, mit dem festen Händedruck vorbehalten, alle diese Gäste und noch viele, viele mehr zu begrüßen. Und sie legt eine eindrucksvolle Bilanz der in jüngster Vergangenheit geleisteten Arbeit vor, die vor allem ein Ziel gehabt hat und weiter haben wird: Jeden Teilort in seiner Weiterentwicklung zu unterstützen und zu erhalten. In Zahlen: Innerhalb von sechs Jahren wurden 9,2 Millionen Euro investiert. Von "Bella Italia" und blühenden Blumen singt der Liederkranz Michelbach-Gailroth (Helga Kleinhanß), während BDS-Vorsitzender Peer Hahn einen deutlich schärfen Ton anschlägt. Er geißelt den Länderfinanzausgleich, warnt vor einer Zerstörung "unserer Kulturlandschaft" durch Windräder und ruft zum Widerstand gegen die "grüne Diktatur" auf.

Hoppla, denkt der auf Unterhaltung eingestellte Besucher dieser Gemeinschaftsveranstaltung von Bund der Selbstständigen, Gemeinde und Ortschaftsrat (vertreten durch Ortsvorsteher Werner Gutmann). Und mit einem weiteren "Hoppla" freut er sich über Landrat Gerhard Bauer, der doch gleich wieder auf der humorvollen Schiene fährt. Was das Jahr bringen wird? "Das wissen nur die Gärtner", stellt er fest, " wenn sie keine Schnecken im Garten haben." Er lobt die Leistungen der Gemeinde, hebt die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements heraus und sorgt mit einem Loriot-Zitat für Lacher: "Der beste Platz für einen Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen."

Solche Bälle nimmt Landtagspräsident Guido Wolf gerne auf, vor allem, wenn ihm die DLRG nach dem gelungenen Auftritt der Crailsheimer Jagdhornbläser (Ingmar Klemm) eine Steilvorlage liefert. Was bringt die Gruppe unter Joachim Kleinert) in außergewöhnlicher Form auf die Bühne? Die Geschichte von Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Und wie ist der politische Wolf? Gut und sanft, offen und direkt, humorvoll und an diesem Abend fast unpolitisch. "Starten wir mit Mut, Optimismus und Zufriedenheit ins neue Jahr", appelliert er an seine Zuhörer, fordert zu einem politischen Denken und Handeln über die Parteigrenzen hinweg auf, zitiert Theodor Fontane ("Wer schaffen will, muss fröhlich sein") und streut immer wieder von ihm selbst verfasste Gedichte ein, bei denen es ums Ländle und deren Menschen geht, um Politiker und Probleme, die nicht immer gleich Zeichen für eine nahende Katastrophe seien. "Bleib gelassen und heiter", rät er seinen Zuhörern, "denn das Leben geht weiter."

Für viel Heiterkeit sorgt die Gruppe "Iwwerzwerch" (Roland Dietz und Markus Martin) mit ihren zutiefst hohenlohischen Gesangsbeiträgen, während die Schwarz-Weiß-Tanzgruppe des Freibadfördervereins (einstudiert von Silke Kochendörfer und Silvia Kreuzberger) als Augenweide der besonderen Art in Erinnerung bleiben wird. Und damit ist noch lang nicht Schluss. Denn jetzt spielen wieder die Roter Dorfmusikanten (Leitung: Stephan Thisseen) auf - und wie gut!

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