Gänzlich kaninchenvernarrt

Er hat auf Bundesschauen bedeutende Titel im Herdbuch errungen. Seine Blaue Wiener-Häsin wurde Bundessiegerin in Karlsruhe. Am Wochenende zeigt Herbert Mettmann seine Tiere auf der Lokalschau.

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"Die Kaninchen müssen gesund sein und den Rassemerkmalen entsprechen. Bei mir als Herdbuchzüchter werden nur Kaninchen gezogen, die im Zuchtbuch eingetragen sind und erfolgreiche Vorfahren haben", sagt der 62-jährige Herbert Mettmann. Herdbuch, das ist eine geordnete Zusammenstellung beglaubigter Abstammungsnachweise von Zuchttieren, Tierfamilien oder Stämmen. Je reiner die Vorfahren fortgezüchtet sind und je ausgeprägter diese die Rasseeigentümlichkeiten besitzen, desto besser. Mettmann züchtet Blaue Wiener und Farbenzwerge blau sowie Rassegeflügel Zwerg-Wyandotten schwarz und Zwerg-Welsumer rost-rebhuhnfarbig.

In das neue Zuchtjahr, das im Januar beginnt, startet er mit einem Rammler und vier bis fünf Häsinnen pro Rasse. Im Spätsommer wird der Nachwuchs unter die Lupe genommen. Einmal im Monat werden die Kaninchen gewogen und auf Fehler überprüft. Die nicht dem Zuchtstand entsprechenden Kaninchen werden an Hobbyzüchter abgegeben.

"Ich habe Freude an Tieren und der Natur", begründet der Bühlerzeller seine Begeisterung für die Nager. Seit fast 25 Jahren ist er im Obersontheimer Kleintierzuchtverein. In den vergangenen Jahren wurde er mehrfach Vereins- und Kreismeister. Bei der Bundeskaninchenschau 2009 in Nürnberg holte er den Deutscher Meistertitel bei den Farbenzwergen. Mit seinen Blauen Wienern wurde er ab 2011 jährlich Württembergischer Herdbuchmeister; im Dezember bei der Bundeskaninchenschau in Karlsruhe zweifacher Deutscher Meister im Herdbuch. "Meine Häsin der Rasse Blaue Wiener wurde mit 97,5 Punkten Bundessieger", sagt er stolz.

Kaninchen sind in der Fütterung recht einfach. Hauptsächlich benötigen sie Wasser und Heu, ab und zu als Beifutter Hafer, ein wenig Gerste und Pressfutter. Im Sommer gibt es frisches Grünzeug. "Brot und Küchenabfälle bekommen meine Kaninchen nicht." Wenn er mal verhindert ist, versorgen seine Frau oder eines seiner Kinder die Tiere. "Da kann ich mich drauf verlassen. Sie machen das immer zu meiner vollsten Zufriedenheit."

Der Mann ist durch und durch in der Kleintierzucht engagiert: Ehrenamtlich ist er im Obersontheimer Verein als zweiter Vorsitzender und Zuchtwart für Kaninchen aktiv. Im Haller Kreisverband ist er Zuchtwart für Kaninchen und beim Landesverband Württemberg und Hohenzollern Zuchtbuchführer in der Herdbuchabteilung.

Info Heute und Morgen, 4. und 5. Januar, findet die Lokalschau statt. Wegen Renovierungsarbeiten in der Schubarthalle ist sie in die Weinberghalle Mittelfischach verlegt worden. Dort werden nur etwa 310 Tiere ausgestellt. Sonst sind es mehr als doppelt so viele. Zu sehen sind Kaninchen, Enten Hühner und Tauben. Am Samstag ist ab 13 Uhr geöffnet. Ab 20 Uhr beginnt der Züchterabend. Am Sonntag ist die Schau von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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