Fusionen kein Thema

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Die derzeitige Diskussion um eine geplante EU-Verordnung zur Wasserversorgung, die den Markt auch für private Anbieter öffnen könnte, lässt den Vorsitzenden der Hohenloher Wasserversorgungsgruppe (HWG) völlig kalt: "Das würde uns nur betreffen, wenn eine Kommune aus unserem Zweckverband ausscheiden würde", sagt der Schrozberger Bürgermeister Klemens Izsak.

Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Schritt geht aber gegen null: Die HWG ist seit 75 Jahren auch deshalb ein Erfolgsmodell, weil der kommunale Verbund eben keine "Gewinnerzielungsabsicht" anstrebt, wie es schon in der Satzung des Zweckverbandes heißt.

Klemens Izsak zählt ohnehin nicht zu den Freunden einer privatisierten Wasserversorgung: "Die Daseinsvorsorge muss in der öffentlichen Hand bleiben und darf nicht zum Spielball von rein profitorientierten Interessen werden." Die Beispiele Stromversorgung und Telekommunikation hätten gezeigt, wie die negativen Folgen einer Privatisierung aussehen können. Die Hohenloher Wasserversorgungsgruppe verfolge ganz andere Ziele. "Bei uns steht nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, sondern die Versorgungssicherheit", erklärt der Schrozberger Bürgermeister.

Hierfür braucht die wirtschaftlich gesunde HWG auch in Zukunft keinen Partner: "Fusionen mit anderen Verbänden waren noch nie ein Thema - und mit der NOW kooperieren wir schon jetzt hervorragend", so der Verbandsvorsitzende.

Allerdings rechnet auch Klemens Izsak damit, dass der Wasserzins in Zukunft weiter steigen wird. Das liegt an einer auf den ersten Blick paradoxen Situation: Obwohl der Wasserverbrauch und die Einwohnerzahlen sinken, ändert das nichts an den Fixkosten der HWG und den hohen Investitionen für das zum Teil schon sehr betagte Leitungsnetz.

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