Für den Liederkranz rückt die Zahl 125 näher

Mit seinen 120 Jahren ist der Liederkranz Laufen der zweitälteste Verein in der Kochertalgemeinde. Das Jubiläumskonzert zusammen mit befreundeten Chören geht als jüngstes Highlight in die Chronik ein.

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"Man muss die Feste feiern, wenn man kann", sagte Peter Kraft - und der Liederkranz Laufen/Kocher konnte dies im 120. Jahr seines Bestehens. Der Verein stellte ein Jubiläumskonzert auf die Beine, das dem Ereignis mehr als gerecht wurde. Ein bunter und von allen fünf Chören sehr ansprechend interpretierter Melodienmix begeisterte das Publikum in der komplett gefüllten Stephan-Keck-Halle. Perfekt war auch das kalte Büfett, das der Verein für seine Gäste auffahren ließ. Allrounder Peter Kraft hatte nicht nur in mühevoller Arbeit die Vereinschronik erstellt, er moderierte auch in souveräner Weise den Abend. Der Liederkranz Laufen, der Liederkranz Sulzbach, der MGV "Waldlust" Birkenlohe und der Gesangverein "Eintracht" Geifertshofen pflegen seit vielen Jahren ihre Freundschaft. Der harmonische Liederabend dürfte dazu beigetragen haben, diese weiter zu vertiefen.

Jeder Chor gefiel mit seinen Paradestücken. Mit einem Potpourri südamerikanischer Evergreens lieferte der Gastgeber seine Visitenkarte ab. Dirigiert wurde er, ebenso wie die "Eintracht" Geifertshofen, von Martin Schneider aus Bühlertann. Sein Sohn Michael begleitete am Flügel und bei der "Europahymne" bliesen Thomas Frank und Wolfgang Helmli vom Musikverein Laufen in ihre Hörner. Beide Chöre vereint erfüllten mit dem "Jungen Adler" von Tom Astor den Wunsch nach einer Zugabe.

Lieder in Manier der Don Kosaken sind das Markenzeichen des Sulzbacher Männerchors, während der gemischte Chor wieder mit Cohens "Hallelujah" erfreute. Chorleiter Andrej Uschakow glänzte einmal mehr als Solist und Markus Meng spielte die Gitarre. Lustvoll sangen die Männer aus Birkenlohe unter Leitung von Heinrich Schüle und Begleitung von Jutta Peschke von Butterfly, Heimweh oder Rosen. Es war ein unterhaltsamer und kurzweiliger Abend, der dem Gastgeber große Anerkennung einbrachte. Und doch konnte er über die Sorgen nicht hinwegtäuschen. Zwar ist der Chor in guter Verfassung, doch der Nachwuchs fehlt. Viel Vereinsarbeit lastet auf den Schultern von Helmut und Dorothea Sauter. Er singt seit 58 Jahren, wurde 1971 in den Ausschuss, 1977 zum stellvertretenden und 2005 zum Vorsitzenden gewählt. Sie singt seit 56 Jahren und ist als Schriftführerin die gute Fee des Vereins.

Als Geburtstagsgeschenk der Gemeinde überreichte Bürgermeister Markus Bock einen Scheck über 600 Euro und Johann Moll vom Liederkranz Sulzbach steuerte auch einen Schein bei.

Gut gestärkt kann der Liederkranz Laufen nun die nächsten Jahre angehen. Die Lust am Singen ist vorhanden und Chorleiter Martin Schneider, der eigentlich nur übergangsweise bleiben wollte, hängt eins ums andere Jahr an. Er hat mit dem Chor ebenso viel Freude wie dieser mit ihm.

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