Frühling am Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar leicht gesunken. Im Landkreis wurden 3847 Arbeitslose registriert. Die Agentur für Arbeit kündigt derweil ihre neue Chefin an: Im Mai kommt Thekla Schlör aus Ingolstadt.

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An der Spitze der Agentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim steht bald eine Frau: Die 48-jährige Thekla Schlör, die derzeit noch die Agentur in Ingolstadt leitet, wechselt zum 12. Mai nach Schwäbisch Hall. Das kündigte gestern der operative Geschäftsführer der Haller Agentur, Stefan Gutfreund, an. Schlör folgt auf Markus Nitsch, der im Dezember nach Stendal wechselte.

Gutfreund, der die Agentur derzeit kommissarisch leitet, legte gestern den Arbeitsmarktbericht vor: "Einen Winter, wie wir ihn sonst kennen, haben wir dieses Jahr auch auf dem Arbeitsmarkt nicht." Der Statistik zufolge nahm im Februar die Zahl der Arbeitslosen im ganzen Agenturbezirk (Kreise Hall, Hohenlohe, Main-Tauber und Odenwald) nur leicht ab, so dass die Quote von 3,8 Prozent auf 3,7 Prozent sank.

Im Kreis Hall, der über Dienstleistungsgewerbe verfügt, stagniert die Quote bei 3,7 Prozent. Dagegen sank in den Nachbarkreisen mit ihrem exportorientierten produzierenden Gewerbe die Quote ebenfalls um einen Prozentpunkt.

Landesweit hat der Agenturbezirk die viertniedrigste Arbeitslosenquote. Dass im Februar und spätestens März die Zahl der Arbeitslosen sinkt, sei saisonal üblich, erklärt Gutfreund. Entsprechend steigt zuvor im Dezember und Januar - je nachdem, wann der Wintereinbruch kommt - die Zahl der Arbeitslosen an. Branchen wie Bau und Gastronomie gehen dann in die Winterpause.

Das Frühlingserwachen erreicht dieses Jahr den Arbeitsmarkt in der Region wegen des milden Wetters verfrüht. Im vergangenen Jahr hatte der lange Winter den Arbeitsmarkt bis in den April eingefroren. Im Februar stand die Quote im Bezirk noch bei 3,7 Prozent, sank im März und stagnierte im April bei 3,6 Prozent. Im Mai und Juni sank sie um jeweils einen Prozentpunkt.

"Wir werden es sicherlich schaffen, die Zahl der Arbeitslosen noch weiter zu senken, prognostiziert Gutfreund für die kommenden Monate. Allerdings seien die Unternehmen derzeit etwas zurückhaltend bei der Ausschreibung neuer Stellen. Und das, obwohl sie ihm bei jedem seiner Besuche von einer guten Auftragslage berichten. Sie seien optimistisch, müssten aber jederzeit mit unkalkulierbaren Risiken rechnen. Grundsätzlich aber erwarte die Region ein gutes Jahr, so Gutfreund. "Wir erwarten zudem, dass die optimistische Grundtendenz der Unternehmen zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf führen wird."

Arbeitsmarktdaten im Bezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim im Februar 2014
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