Frostschäden: Bauernverband bleibt am Thema

Tag für Tag steigt das Ausmaß der Frostschäden im Kreis. Der Bauernverband ermittelt die Schäden und sucht weiter nach Unterstützung.

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Bodenfröste in der Nacht, Temperaturen bis zu 20 Grad am Tag - das gibt dem im Herbst ausgesäten Winterweizen und der Wintergerste den Rest. Beide Feldfrüchte waren durch den strengen Frost im Februar bis ins Mark geschädigt worden. Durch die hohen Temperaturschwankungen und die Trockenheit stehen die Pflanzen unter hohem Stress, und täglich stellen weitere Landwirte fest, dass sie ihre Felder neu beackern müssen.

Es wird vor allem Sommergerste und Mais gesät. "Wir haben in den vergangenen Tagen über 500 Tonnen Saatgut zusätzlich verkauft", sagt Rudolf Bort, stellvertretender BAG-Betriebsleiter aus Neuenstein. Saatgut für Sommergerste werde aus ganz Deutschland bezogen sowie aus Österreich, Dänemark und England. Die Nachfrage sei weiter hoch.

Der Schaden für die Bauern in der Region geht in die Millionen, sagt Helmut Bleher, Geschäftsführer des Bauernverbands Hall-Hohenlohe-Rems. Eine große Anzahl an Landwirten hätten einen Ausfall von deutlich über 30000 Euro - ein Betrieb sei sogar mit einem Schaden von über 300000 Euro betroffen. Täglich gingen beim Amt noch Rückmeldungen ein. Es sei bedauerlich, dass nach europäischem Recht keine direkten Frostausgleichszahlungen denkbar sind, verweist Bleher auf die Aussagen von Landwirtschaftsminister Alexander Bonde. Dieser hatte am Freitag der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft einen Besuch abgestattet und gesagt, es werde geprüft, ob das Land den Bauern bei Steuerzahlungen entgegen kommen kann. Auch würde mit der Rentenbank wegen Sonderkonditionen verhandelt. "Wir werden das Thema mit Nachdruck verfolgen", kündigt Bleher an.

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