Fritz steigt bei Feghelm ein - Neueröffnung ist für Anfang Februar vorgesehen

"Nichts geht mehr bei Feghelm", hieß es Anfang Dezember, nachdem der Pächter Insolvenz angemeldet hatte. Jetzt heißt es: Fritz steigt ab Februar bei der in Blaufelden ansässigen Metzgerei ein.

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Gerade mal 15 Monate lang hatte Markus Koller die seit mehr als 60 Jahre bestehende Metzgerei Feghelm im Ortskern von Blaufelden betrieben, als er Insolvenz anmelden musste. Der Umsatz sei nach der Übernahme eingebrochen, so der Metzgermeister, Großaufträge ausgeblieben, Energie- und Verwaltungskosten angestiegen (wir berichteten).

Als der Pächter wegen eines gesundheitlichen Zusammenbruchs ins Krankenhaus musste, konnte die Produktion nicht mehr aufrechterhalten werden und musste schließlich auch der Verkaufsbetrieb eingestellt werden. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Crailsheimer Rechtsanwalt Klaus Dieter-Gebhardt eingesetzt, der sich umgehend um Nachfolger bemühte.

27 Jahre lang hatten Hartmut Rühling, seine Frau Ingeborg und Tochter Tina die Metzgerei geführt - mit großem Erfolg und mit großem Kundenstamm. Entsprechend groß war ihr Interesse, dass der alteingesessene Betrieb bald wieder seine Arbeit aufnehmen kann. Ein halbes Dutzend von Betrieben hatte Interesse an einer Übernahme bekundet, "und der siebte hat den Zuschlag bekommen", freut sich Ingeborg Rühling. Ihr Mann Hartmut und Wilfried Fritz aus Michelbach/Heide hatten zur selben Zeit den selben Gedanken, nahmen Kontakt auf und waren sich kurze Zeit später einig.

Die Landmetzgerei Fritz bietet ab Februar auch in den rund 100 Quadratmetern großen Verkaufsräumen von Feghelm in Blaufelden ihre Produkte an - und sie übernimmt zehn Mitarbeiterinnen im Verkauf und in der Küche. Die Metzgerei wird von der am Dienstag eigens dafür gegründeten "Landmetzgerei GmbH" gepachtet. "Wir sind ein kleines Unternehmen im Herzen Hohenlohes, das seit 15 Jahren Qualität und Genuss in Sachen Fleisch und Wurst aus Meisterhand liefert", wirbt der Handwerksbetrieb auf seiner Homepage "meine Wurstdosen". Die Metzgerei mit derzeit sieben Mitarbeitern schlachtet und produziert ausschließlich in ihren mit modernster Technik ausgerüsteten Räumen in Michelbach/Heide, wo die Produktion auch künftig bleiben wird.

Nicht nur weitergeführt, sondern ausgebaut werden soll der Catering-Service, für den dieselben hohen Qualitätsansprüche gelten wie für die Produktion, so der 44-jährige Metzgermeister Wilfried Fritz, der als Lieferant von EDEKA nach eigenen Angaben die höchsten EU-Normen und Hygienevorschriften erfüllt.

Wilfried Fritz hofft, dass die Stammkunden wieder zurückkommen und nach der Wiedereröffnung neue gewonnen werden können. Für ihn steht der Kundenwunsch ganz oben, sind große Auswahl, Frische und beste Qualität Verpflichtung und damit selbstverständlich. Auch wenn bis zur Eröffnung Anfang Februar noch sehr viel zu tun ist, freut er sich auf diesen Tag und auf die neue Herausforderung, in der er auch eine große Chance sieht. Und die Bürger von Blaufelden und Umgebung dürfen sich über die Fortführung eines alteingesessenen Betriebs freuen.

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