Frischer Wind in Mainhardt

Mainhardter Unternehmer wollen sich zusammen schließen und das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben auffrischen. Am Freitag haben die Initiatoren die Pläne zur Gründung eines Vereins vorgestellt.

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Klaus Happel, der seitherige Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins in Mainhardt, zieht sich aus dieser Position zurück und will sein Leben in den Würzburger Raum verlegen. Dies habe den Anstoß für die Neuorientierung gegeben: Aus dem Fremdenverkehrsverein Mainhardt soll ein Handels- und Gewerbeverein werden. Albrecht Braun (ehemaliger Busunternehmer), Hermann Schoch (Gastronom) und Helmut Fischer (Vorsitzender des Albvereins) hatten nun am Freitag die Öffentlichkeit zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Gut 30 Gäste - meist Unternehmer - besuchten die Veranstaltung im Café Schoch. Helmut Fischer blickte auf die Historie des Fremdenverkehrsvereins zurück. 1925 in Mainhardt gegründet (damals war Mainhardt ein beliebter Ort zur Sommerfrische), trat er wenig in Erscheinung. Im Jahr 2000 wurde er unter anderem durch die Gründerin und Leiterin des Turmuhrenmuseums, Christa Keith, wieder aktiviert. Die Gemeinde unterstützte die Aktionen des Fremdenverkehrsvereins wie die Planung und Einrichtung des Limeslehrpfads, der römischen Märkte, der Gästeführerausbildungen, der Waldführungen, des Künstlerkreis und anderes mehr. Seit 2010 wird die CMT in Stuttgart mit Wüstenrot gemeinsam besucht.

Der Verein soll nun auf eine breitere Basis gestellt werden. Alle in Mainhardt vertretenen Branchen sollen vertreten sein. Geplant ist ein Schulterschluss von Handel, Handwerk und Industrie, von Freiberuflern, Gastronomen sowie den Kultur- und Kunstschaffenden. Gemeinsame Aktionen sollen gefördert und weiter entwickelt werden. Der Mainhardter Wald soll auf diese Weise als Urlaubs-, Wohn- und Einkaufsregion attraktiver gestaltet werden. Die Gemeindeverwaltung soll weiterhin einbezogen werden.

Wie Albrecht Braun erzählt, hat Bürgermeister Damian Komor die Initialzündung zu der Neuorientierung gegeben. Bereits im Wahlkampf hatte dieser sich beeindruckt gezeigt von der Vielfalt. Komor hatte auch vor gut zwei Jahren zu einem ersten Erfahrungsaustausch eingeladen. Braun schilderte von den Vorteilen, wenn sich Unternehmen untereinander austauschen. Der neue Handels- und Gewerbeverein wird das Vermögen des Fremdenverkehrsvereins übernehmen.

Im Anschluss an die Vorstellung diskutierten die Zuhörer lebhaft. So soll der Mitgliedsbeitrag gestaffelt sein, sagte Fischer auf Nachfrage, er werde bei zirka 60 bis 100 Euro liegen. Als Vorteil einer Mitgliedschaft wird vor allem die Vernetzung gesehen. Die Identifikation mit Mainhardt - sowohl von Arbeitnehmern wie Arbeitgebern - werde steigen. Der Verein wolle die Lebensqualität verbessern und Neubürger anziehen. Helmut Fischer erzählte nebenbei, dass sich die Initiatoren vor dem Gang in die Öffentlichkeit angeschaut haben, wie andere Gemeinden aufgestellt sind. So sei man auch in Schömberg im Schwarzwald gewesen. Auch dort gebe es einen Handels-, Gewerbe- und Touristikverein. Es laufe super, Schömberg sei eine Glücksgemeinde.

Wie geht es weiter? Der Satzungsentwurf wurde vom Amtsgericht geprüft. Im März soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung den Startschuss geben. Dann werden die Funktionsträger gewählt, wird die Satzung beschlossen. Die konkrete Arbeit kann beginnen. Geplante Aktivitäten sind zunächst die Erstellung eines Gewerbeverzeichnisses (Bericht folgt), sowie die Vorbereitungen für eine Gewerbeschau in Großerlach am 17. und 18. Mai 2014 mit den Nachbarvereinen.

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