Frische Farben beleben Wände

In den Regalen stapeln sich die Farbeimer bis zur Decke. Hunderte Pinsel in verschiedenen Stärken und Formen hängen an der Wand. Tapeziermaschine und weitere Gerätschaften lagern in der Werkstatt.

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  • Maler Rainer Hofmann streicht in seiner Werkstatt ein Musterbrett. So kann er sehen, wie der Farbton tatsächlich wirkt. Foto: Isabel Stettin 1/2
    Maler Rainer Hofmann streicht in seiner Werkstatt ein Musterbrett. So kann er sehen, wie der Farbton tatsächlich wirkt. Foto: Isabel Stettin
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Seit 61 Jahren besteht das Familienunternehmen Maler Hofmann in Hütten. In zweiter Generation führt Rainer Hofmann den Zweimann-Betrieb. Mit dabei ist seit langen Jahren Wolfgang Ehnle aus Großerlach. Ehefrau Bettina macht die Büroarbeit.

"Langweilig finde ich es, wenn ich einen Raum mit weißer Decke, weißen Wänden und Fliesen betrete", sagt der Maler. Vor seinem inneren Auge entstehen dann schnell Ideen, was er ändern würde. "Farbe gehört einfach zum Leben", sagt der Malermeister.

Mit der Walze rollt er in fließenden Bewegungen über das Musterbrett. Unzählige Farben und Mischtöne verwendet Hofmann bei seiner täglichen Arbeit. Ein dicker Stapel mit Farbtonkarten bildet feinste Nuancen ab. Anhand derer oder mit Hilfe von Computerbildern können sich die Kunden für den passenden Ton entscheiden.

Ohne den väterlichen Betrieb, den er 1993 übernommen hat, wäre Hofmann vielleicht Schreiner geworden. Der 48-Jährige arbeitet gern mit Holz und hat eine Leidenschaft für Maschinen. "Damit geht vieles einfach gleichmäßiger und sauberer", sagt er. Neben den obligatorischen Walzen und Pinseln für die Feinarbeit verwendet Hofmann Farbmischer zum Verputzen. Das Arbeiten mit Stuck oder das Gestalten von Schablonen für Details an den Wänden gehört zu seinem kreativ-künstlerischen Arbeitsalltag, wie das klassische Verputzen von Fassaden oder Tapezieren.

Gut 80 Prozent der Arbeitszeit machen die klassischen Maler- und Lackiererarbeiten aus. Der Rest ist Wärmedämmung, Verlegen oder Schleifen von Böden oder das Anbringen von Markisen.

Hofmann sieht seine Arbeit als Service am Kunden. Dazu gehöre die Vor- und Nachbereitung, das Aus- ebenso wie das Aufräumen. Und immer ist er auch Berater.

In der Werkstatt und im eigenen Haus versucht sich der Hüttener an außergewöhnlichen Techniken. Im Laufe der Jahre hat Hofmann viele Entwicklungen miterlebt und neue Materialien und Techniken kennengelernt. Zuletzt hat er Einblicke in die Gestaltung von Hausnummern bekommen.

"Es ist gut, Neues dazuzulernent", sagt er. "Man muss mit der Zeit gehen." Schade sei nur, dass ein Großteil der älteren Kunden lieber auf Altbewährtes setze. Ob gemusterte Glasfasertapeten oder die klassische Raufaser, letztlich sei die Wahl Geschmackssache. Doch für ihn als Maler sei es toll, wenn er freie Hand bekomme. Oft bedürfe es nur weniger Handgriffe, um schöne Details und besondere Effekte zu erzielen. Tapeten zuschneiden, Türen farbig umrahmen, Akzente mit Schablonen und Mustern setzen, das seien Mittel, um die Wände lebendiger zu gestalten. Mit Spachtel-, Wisch- oder Wickeltechniken frischt er Räume auf. Quarzsandhaltige Anstriche seien beliebt, ebenso mediterran angehauchte Wände in warmen Farben.

Hofmann verlässt sich vor allem auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Neben dem Großraum Hall hat er schon auf Baustellen am Bodensee gearbeitet. Doch immer mehr Leute renovierten in Eigenregie. "Den Maler lassen viele nur für schwerer zugängliche Stellen kommen", so seine Erfahrung.

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