Frisch aus dem Ofen genießen

Manfred Setzer aus Rot am See hält mit Elsässer Flammkuchen die Erinnerung an seine Studienzeit wach.

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Manfred Setzer gibt den Speck auf den Flammkuchen. Jetzt muss dieser nur noch in den heißen Backofen.  Foto: 

Mit der Ministerpräsidentengattin Gerlinde Kretschmann, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Landesbischof Frank O. July hat Manfred Setzer schon am Kochtopf gestanden. Der BDS-Vorsitzende aus Rot am See und ehemalige Bürgermeister seiner Heimatgemeinde moderiert seit zehn Jahren das Promikochen auf der Muswiese. Dabei gibt er praktische Küchentipps und hilft auch mal beim Zwiebelschneiden aus. Das kann er fast so schnell wie ein gelernter Koch.

Und wer hat daheim im Hause Setzer die Kochmütze auf? „Ich kann schon ein wenig kochen und ich helfe auch gern in der Küche. Aber eigentlich ist meine Frau fürs Kochen zuständig“, räumt Manfred Setzer ein. Doch für die HT-Serie „Meine Leibspeise“ bindet sich der 70-Jährige gern noch einmal die Küchenschürze um und backt einen original Elsässer Flammkuchen.

Der erinnert ihn nämlich an seine Studienzeit. Während Setzer an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl studierte, wohnte er im französischen Straßburg auf der anderen Rheinseite. „Das war günstiger und viel schöner dort.“

In Straßburg gibt es jede Menge urige Lokale mitten in der Stadt, die landestypische Gerichte und den dazu passenden Wein im Angebot haben. „In dieser Zeit habe ich mich für die Elsässer Küche und den Elsässer Riesling und Gewürztraminer begeistert“, sagt Manfred Setzer und rollt den Teig für den Flammkuchen auf dem Backblech aus. „Die Elsässer Küche, Lebensart und Sprache haben mir imponiert.“

Patenschaft mit Weyersheim

Die Begeisterung hält bis heute an. Sie führte sogar dazu, dass er – damals in der Funktion als Vorsitzender des Musikvereins Rot am See – Kontakt zum Musikverein im elsässischen Weyersheim aufnahm und eine Freundschaft gründete. Diese mündete 1990 in einer Patenschaft der Musikvereine und zehn Jahre später in einer Gemeindepartnerschaft. Sie wird bis heute gepflegt.

Als Manfred Setzer den Speck anbrät, streicht ein verführerischer Duft durch die Küche. „Man ahnt schon, wie gut das schmecken wird“, sagt er lachend und rührt Rahm unter die Zwiebeln. Die Masse wird auf den Teig gegeben, gleichmäßig verteilt und schon kann der Flammkuchen in den Backofen. „Das Gericht ist leicht und schnell zubereitet. Nur noch zehn bis 15 Minuten backen – und dann frisch aus dem Ofen genießen. So schmeckt der Flammkuchen am besten.“

Für den Teig werden 200 g Mehl, 125 mg Wasser, zwei bis drei EL Rapsöl und eine Prise Salz verknetet. Alternativ kann man auch eine Portion backfertigen Flammkuchen- oder Pizzateig verwenden. Den Teig auf einem Backblech auswellen. Den Backofen auf 240 Grad vorheizen.

Für den Belag benötigt man 50 g Butter, drei große Zwiebeln, 300 g Crème double oder Sauerrahm, Salz und Pfeffer, eine Messerspitze Muskat, 150 g durchwachsenen Räucherspeck und 1 EL Rapsöl.

Die gehackten Zwiebeln mit Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze goldgelb anbraten. Crème double, Salz, Pfeffer und Muskat unterrühren. Den Speck in Streifen schneiden und ohne Zugabe von Fett in einer beschichteten Pfanne leicht anbraten. Die Zwiebelcreme auf dem Teig verstreichen, mit Rapsöl beträufeln und den Speck darauf verteilen. Zehn bis 15 Minuten backen.

Alternativ kann man den mit Zwiebelcreme bestrichenen Teig auch mit geräuchertem Lachs belegen. Als vegetarische Variante angedünstetes Gemüse verwenden.

Zum Flammkuchen schmeckt als Beilage grüner Salat und ein trockener Riesling. hof

In den nächsten Wochen stellt das HT die Lieblingsspeisen von Lesern vor. Die besten Rezepte werden später in einem Kochbuch herausgegeben. Kochen oder backen Sie auch gern? Egal, ob typisch hohenlohisch oder international, traditionell oder modern – zeigen Sie uns, wie Ihr Lieblingsgericht zubereitet wird. Melden Sie sich: das Gericht kurz notieren und zusammen mit Ihren Kontaktdaten unter dem Stichwort „Meine Leib­speise“ ans Hohenloher Tagblatt, Ludwigstraße 6–10, 74564 Crailsheim oder per E-Mail an redaktion.ht@swp.de schicken. Weitere Infos unter 0 79 51 / 40 93 21. hof

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