Friedbaum für Braunsbach

Die Plätze für Urnen in der Wand auf dem Braunsbacher Friedhof gehen langsam zur Neige. Der Gemeinderat befasste sich in seiner Sitzung mit dem Thema. Geplant ist auch ein Friedbaum.

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Bürgermeister Frank Harsch hatte für die Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Steinkirchen eine Fotomontage mitgebracht. "Die Urnenwände sind fast voll. Wir müssen rechtzeitig reagieren, sonst haben wir nächstes Jahr keinen Platz mehr", erklärte er den Räten und zeigte mit dem Bild auf, wie eine identische Wand mit einem Abstand zur bestehenden aussehen könne.

Als Trennung war ein Baum eingeblendet. Harsch meinte, dass er sich vorstellen könne, darunter Urnenbestattungen vorzunehmen.

Entsprechend dem bekannten Prinzip von Friedbäumen würden die Namen der Bestatteten dann auf Schildern auf einem Stein oder am Baum aufgeführt werden.

Damit die Kosten nicht zu hoch werden, habe die Verwaltung geplant, zunächst nur zehn neue Würfel mit Urnenfächern anzulegen. Um gleichzeitig aber effektiv zu arbeiten, sollen die Betonsockel für die weiteren Würfel in einem Arbeitsgang gegossen werden. "Die ungenutzten Sockel könnten vorerst auch als Sitzmöglichkeit genutzt werden", sagte Harsch.

Der Bürgermeister hatte den Räten ein Angebot von der Firma vorgelegt, welche die bereits vorhandene Urnenwand gebaut hatte. Die Firma war damals bei der Ausschreibung der günstigste Anbieter. "Wurden noch andere Firmen gefragt? Auch örtliche?", wollte Gemeinderat Stephen Papenfort wissen. Harsch wies darauf hin, dass örtliche Anbieter damals bei der Ausschreibung unterlegen waren. Gemeinderat Stefan Schäfer bohrte nach. Ihn störten die sicher hoch ausfallenden Fahrtkosten der Freiburger Firma. Er schlug vor, nochmals eine Ausschreibung zu machen. "Das können wir machen", sagte Bürgermeister Harsch. Der Gemeinderat schloss sich diesem Wunsch an.

Gemeinderat Thomas Raisig machte einen wichtigen Einwurf: "Aber es muss schon dasselbe System sein. Das muss optisch passen." Der Rathauschef versprach, beim Einholen der Angebote darauf zu achten: "Das muss selbstverständlich derselbe Hersteller sein."

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