Freundeskreis auf Zielgeraden

Der frühere Mainhardter Bürgermeister Karl-Heinz Hedrich ist zuversichtlich, dass der hintere Anbau des Pahl-Museums in Gailsbach 2013 saniert werden kann. 19600 Euro hat der Freundeskreis nun zusammen.

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  • Szene bei einer Vernissage im Pahl-Museum im Juli 2012: Gudrun Romahn und Klaus Happel vom Künstlerkreis Mainhardter Wald betrachten Fotos von Karsten Dyba in einer Ausstellung von Fotografien aus dem Kosovo. Archivfoto: Weigert 1/2
    Szene bei einer Vernissage im Pahl-Museum im Juli 2012: Gudrun Romahn und Klaus Happel vom Künstlerkreis Mainhardter Wald betrachten Fotos von Karsten Dyba in einer Ausstellung von Fotografien aus dem Kosovo. Archivfoto: Weigert
  • Das Pahl-Museum in Mainhardt-Gailsbach. Foto: Marc Weigert 2/2
    Das Pahl-Museum in Mainhardt-Gailsbach. Foto: Marc Weigert
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Dass der Künstlerkreis Mainhardter Wald sich jetzt doch nicht finanziell beteiligen wird, hat den Freundeskreis nur kurz gebremst. Nun ist die nötige Summe fast zusammen. "Aktuell haben wir 19600 Euro Spendengelder in der Kasse", berichtet Hedrich. Er ist überzeugt, dass die nötige Summe zusammenkommt. Erfreulich sei auch, dass sich der Mainhardter Architekt Manfred Schoch bereiterklärt habe, ehrenamtlich die Bauleitung zu übernehmen. Auf rund 22000 Euro werden die Gesamtkosten geschätzt. Damit will der Gemeinderat die Gemeindekasse nicht belasten. Deshalb hatte Hedrich nach Ende seiner Dienstzeit den Freundeskreis begründet.

Mit ihrem ehrenamtlich betriebenen Museumscafé wollen die Ehepaare Brigitte und Udo Kallina sowie Siglinde und Klaus Woischinski im laufenden Jahr wieder Geld für die Sanierung erwirtschaften. Auch künstlerisch soll sich das Museum weiterentwickeln.

"Ich habe für die nächsten vier Jahre Ausstellungen mit regionalen und überregionalen Künstlern geplant", sagt Adam Matheis, der sich als Kustos seit 20 Jahren um das Pahl-Museum kümmert. Wenn das Museum saniert wird, soll die erste Ausstellung eine Pahl-Ausstellung sein. "Wir haben rund 3500 grafische Blätter, noch völlig unbekannte Aquarelle, Lithografien, Zeichnungen und Radierungen, die noch nie ausgestellt wurden", berichtet der Kustos. Danach soll eine Doppelausstellung mit einer Malerin und einem Bildhauer aus der Region folgen. Er habe auch die Anfrage einer großen Galerie, die die Werke ihrer Künstler dort präsentieren möchte.

"Natürlich soll auch der Mainhardter Künstlerkreis künftig die Möglichkeit erhalten, im Pahl-Museum auszustellen", betont Matheis die Verbundenheit mit den lokalen Künstlern. "Wir sind in erster Linie Hobbykünstler", sagt Klaus Happel, Sprecher und Mitinitiator des Mainhardter Künstlerkreises. Der Künstlerkreis habe sich finanziell zurückgezogen, weil es sich gezeigt habe, dass der Freundeskreis die Sanierung allein stemmen könne. Die Mitglieder des Künstlerkreises seien daran interessiert, in Abstimmung mit dem Freundeskreis, im Pahl-Anbau ausstellen zu können.

"Ich begrüße es, dass es der Freundeskreis geschafft hat, in nur zwei Jahren über 18000 Euro für die Sanierung des Museumsanbaus zu sammeln", sagt Mainhardts Bürgermeister Damian Komor.

Die Gemeinde, die über eine Stiftung Eigentümerin des Museums sei, stehe mit der Instandsetzung nicht unter Zeitdruck. Der Schultes will abwarten, bis der Freundeskreis die erforderliche Summe zusammen hat: "Meist ist die letzte Sammelstrecke am schwersten."

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