Forschen und staunen

"Fern und nah" heißt die Ausstellung von Cornelia Hummel und Regina Maurer im Fichtenauer Rathaus in Wildenstein, die am Sonntag, 27. Januar, um 11 Uhr von Bürgermeister Martin Piott eröffnet wird.

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Cornelia Hummel aus Rechenberg und Regina Maurer aus Marbach am Neckar bilden mit ihrer Ausstellung den Auftakt der Kulturveranstaltungen im Fichtenauer Rathaus. Die Ausstellung "Fern und nah" umfasst Malereien und Zeichnungen. Susanne Neuner, Lehrbeauftragte an der Haller Akademie der Künste und an der Philipps-Universität Marburg, führt am Sonntagvormittag in die Ausstellung ein. Die Eröffnung wird von Schülern der Berufsfachschule für Musik aus Dinkelsbühl musikalisch umrahmt.

Die Bilder und Zeichnungen von Cornelia Hummel zeigen Motive, zu denen die Künstlerin einen starken persönlichen Bezug hat: die Landschaft um ihren Wohnort Rechenberg, ihre Großmutter und der Ort, wo ihre Mutter die Kindheit verbrachte - und Vögel. Vögel, die im Winter an ihr Küchenfenster kommen, und die sie seit Jahren zeichnerisch und malerisch einfängt.

Anregung und Motivation für ihr künstlerisches Schaffen ist bei Hummel ein emotionales Erlebnis: Staunen über die Vielfalt und Schönheit der Landschaft, gerade auch im Winter; Glücksgefühle, wenn Vögel ganz nah ans Fenster kommen. Aber auch das Bedürfnis, sich Menschen innerlich anzunähern, die schon längst verstorben sind.

Das Werk von Regina Maurer umfasst Zeichnungen, Holzschnitte und Malereien in Eitempera. Ihr zentrales Thema ist die figürliche Darstellung. Die Künstlerin versucht die menschliche Figur zu ergründen, indem sie diese zunächst in mehreren Zeichnungen anfertigt. Es muss eine Vertrautheit entstehen, ein Sich-Annähern. Die Grundlagen für ihre Arbeiten sind alte Scharz-Weiß-Fotografien von Familienangehörigen.

Einen einzigen Moment im Leben eines Menschen in einer Zeichnung oder Malerei festzuhalten, das ist für Maurer eine hohe Motivation, sich an ein Bild zu wagen. Die Malereien sind sehr zeichnerisch, meist auch grafisch angelegt, und die Farben, die darüber liegen, scheinen zu leuchten. In ihrem gesamten Schaffen gibt es auch Bezüge zum bäuerlichen Leben. Der kleine Zyklus mit Bauernfiguren bleibt im Dargestellten gefestigt und klar, die Figuren verbinden sich mit der sparsam angedeuteten Umgebung und doch bleiben sie meist isoliert für sich alleine.Info Die Ausstellung ist bis zum 10. März zu den Öffnungszeiten des Rathauses ( montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr sowie an den Sonntagen 3., 17., 24. Februar, 3. und 10. März jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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