Fliegen: Gefährlich wird der Hagel

Rundflüge gehören bei Flugtagen zu den beliebtesten Angeboten. An die Piloten werden jedoch besondere Anforderungen gestellt. Das HT hat mit Bernhard Kuhn aus Ellwangen gesprochen.

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Seit einigen Jahren schon bietet Bernhard Kuhn von der Fliegergruppe Ellwangen beim Flugtag der Sportfliegergruppe Crailsheim Rundflüge mit seinem Motorflugzeug DR 400 Jodel an. Neben dem Piloten haben noch drei weitere Personen in dieser Maschine Platz. "Ich bin damit zwar auch immer wieder auf Festen unterwegs, dennoch ist es nur ein Hobby", sagt der erfahrene Pilot. Zwischenzeitlich hatte auch er Bedenken, was das Wetter anbetrifft, meinte aber "es hätte deutlich schlimmer kommen können. Ein bisschen Regen ist kein Problem, wirklich gefährlich wird es erst bei starkem Wind, Böen oder Hagel."

Um die drohenden Gefahren möglichst genau abschätzen zu können sei daher eine gründliche Vorbereitung extrem wichtig, meint Kuhn. Nicht nur, was den benötigten Sprit und die angepeilte Strecke betrifft, sondern eben auch im Hinblick auf das Wetter. "Piloten müssen sich da sehr gut auskennen", sagt er und betont, dass das Studium von Wetterkarten, Wetterradar und vielem mehr vor einem Ausflug unerlässlich seien. "Meteorologie ist ein wichtiges Fach in der Flugschule. Nicht wenige finden sogar, es sei das Fach, welches am schwierigsten zu lernen ist."

Piloten, die Rundflüge anbieten, müssten sogar noch weitaus strengere Kriterien erfüllen, betont Kuhn: "Nur erfahrene Piloten werden dafür zugelassen; man benötigt eine bestimmte Anzahl an Flugstunden, und auch die Gesundheitschecks sind hier häufiger nötig." Dementsprechend gut aufgehoben konnten sich seine Fluggäste, Marcus Wegner und Nico Bauer fühlen. Die beiden Goldbacher flogen mit dem Piloten und einem weiteren Fluggast von Weipertshofen nach Appensee und von dort dann weiter über Crailsheim und Goldbach wieder zurück zum Flugplatzfest.

Am Anfang war es etwas wacklig in der Luft. Unser Pilot meinte, die wäre durch den Wetterumschwung noch etwas unruhig. Nach kurzer Zeit wurde es dann allerdings wieder besser, und wir konnten eine tolle Aussicht genießen", berichtete Marcus Wegner. "Wir konnten bis nach Schwäbisch Hall und zum Albaufstieg sehen, vermutlich ging es deshalb so weit, weil der Regen die Luft kurz vorher noch rein gewaschen hat." Und Nico Bauer ergänzte: "Faszinierend fand ich vor allem, zu sehen, wie die Autobahn sich durch Hohenlohe schlängelt. Und überhaupt wirkt alles so klein." Der Flug hat sich für die beiden "auf jeden Fall gelohnt", berichten sie unisono. Sie selbst bezeichnen sich als Fluginteressierte und sind mittlerweile jedes Jahr beim Flugplatzfest zu Gast. Auch nächstes Jahr wollen sie wieder kommen: "Nachdem ich im letzten Jahr schon einen Hubschrauberrundflug gemacht habe und jetzt einen mit dem Motorflugzeug, ist dann kommendes Jahr wohl oder übel ein Segelflieger dran", meint Marcus Wegner augenzwinkernd. Und auch das lohnt sich dann ganz bestimmt.

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