Firma Schmitt: Von Spedition zum Logistikunternehmen - 160 Beschäftigte in Vellberg

Als Günter und Jürgen Schmitt vor 30 Jahren in die Spedition ihres Vaters eintraten, beschäftigte diese 20 Leute. Heute hat die Firma allein in Vellberg 160 Mitarbeiter.

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Zwei Lastwagen der Spedition Schmitt begegnen sich auf der schmalen Straße Kreisstraße zwischen Großaltdorf und Oberaspach. Die Fahrer müssen aufs Bankett ausweichen, damit die Fahrzeuge nicht aneinander entlang schrammen. Foto: Marc Weigert

Der Umzug 1983 von Bühlerzell nach Talheim war schon in der Absicht geplant, sich mit der Logistik ein zweites Standbein aufzubauen. "Das war ein Anliegen des Seniors", erinnert sich Günter Schmitt, der als Geschäftsführer für den Logistikbereich zuständig ist. Sein Bruder Jürgen leitet die Spedition. Groß geworden sei die Firma vor allem durch den Reinigungsgerätehersteller Kärcher. "Das Kärcher-Werk in Bühlertann war für uns der Startschuss für den Logistikausbau." Die Lagerflächen - insgesamt 137.000 Quadratmeter - sind auf mehrere Standorte verteilt: Die größte ist mit gut 50.000 Quadratmetern in Sulzdorf. Dort verwaltet die Firma unter anderem das weltweite Zentrallager von Kärcher. In Vellberg stehen 32.500 Quadratmeter als Lager zur Verfügung.

Auch der Haller Flugzeugsitzhersteller Recaro hat bei Schmitt Lagerfläche für fertige Sitze. Diese transportiert die Spedition mit speziellen doppelbödigen LKW zu Airbus nach Hamburg und Toulouse. Für den Kühlsystemhersteller Mahle Behr Industry lagert Schmitt Produkte, etikettiert, verpackt und konfektioniert sie, für Daimler lagert es unter anderem Ersatzteile. Für Vellberg als Firmenstandort haben sich die Schmitts vor allem wegen der Nähe zur Autohahn entschieden: In 15 Minuten ist man auf der A6. Gleichzeitig ist die Firma in Vellberg nah genug an ihren Kunden.

Problematisch sei die Strecke Richtung Autobahn auf der Kreisstraße zwischen Großaltdorf und Ilshofen. "Die Straße ist zu schmal, es kommt oft zu leichten Unfällen, vor allem im Winter", hat Günter Schmitt beobachtet. Da würden schon mal Spiegel beschädigt, wenn sich zwei LKW begegnen. Seinen Mitarbeitern passiere das kaum, aber ausländischen LKW-Fahrern, die die Straßenverhältnisse nicht kennen. Der Ausbau der Straße wäre für die weitere Entwicklung des Unternehmens positiv. Schmitt glaubt allerdings nicht daran, dass dies bald realisiert wird: "Dafür ist der Verkehr zu gering."

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