Fima feiert - Einstieg der Familie Schaeff vor zehn Jahren

Schwarzer Freitag für das Fischachtal vor rund zehn Jahren: Fima ist wirtschaftlich am Ende. Alexander und Karl Schaeff übernehmen, entwickeln das Unternehmen zum Weltmarktführer. Eine Erfolgsgeschichte.

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Christoph Fischer, Leiter Auftragszentrum (links) und Markus Blank, Monteur der Serviceabteilung, im "Prüffeld der Fima": Leistungsdaten der Verdichter werden getestet und Dauertests laufen, um das Verhalten der Verdichter zu ermitteln.  Foto: 

"Das Ensemble sah nicht gerade vertrauenerweckend aus", erinnert sich Alexander Schaeff an seinen ersten Kontakt mit dem Unternehmen Fima. Doch bei näherem Hinsehen sei deutlich geworden, dass sowohl Mitarbeiter als auch die Produkte Potenzial hatten - Potenzial, das in den folgenden zehn Jahren genutzt wurde.

In der Anfangsphase war das 1946 gegründete Unternehmen auf die Reparatur von landwirtschaftlichen Maschinen spezialisiert, und es wurden beispielsweise Heutrockner und Heulüfter hergestellt. Ventilatoren und Verdichter kamen dazu. Die Verdichter aus dem Fischachtal werden heutzutage in der chemischen und petrochemischen Industrie eingesetzt und "transportieren Gase von A nach B und heben den Druck", macht Schaeff deutlich, der sich mit Stephan Jakob und Lothar Scholz die Geschäftsleitung teilt.

Erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen

Dabei seien die gasförmigen Stoffe entweder giftig oder sehr aggressiv, so dass höchste Ansprüche an Material und Technik gestellt werden. Beispielsweise erhalten Kunden bei der Förderung von Öl und Gas oder bei der Nutzung regenerativer Energien die passenden Lösungen von Fima. So ist in der Folge ein Alleinstellungsmerkmal für explosionsgeschützte, leistungsstarke Verdichter und Ventilatoren entstanden, mit dem der Maschinenbauer zum Weltmarktführer aufstieg, mittlerweile international Kunden hat.

Das Unternehmen bleibe dabei seiner Philosophie treu: Das erwirtschaftete Geld werde wieder in hochqualifiziertes Personal, Gebäudestruktur, Technik, in Innovationen und neue Technologien investiert, um im Inland und vor allem auch im Ausland weiter zu wachsen.

Beispiel für Innovation: Fima Maschinenbau hat mit einer Gasentspannungsturbine für kleine Fördermengen erfolgreich am Wettbewerb um den Umwelttechnikpreis in der Kategorie "Energieeffizienz" teilgenommen und wurde nominiert. Der Preis wird vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg alle zwei Jahre für herausragende und innovative Produkte in der Umwelttechnik verliehen. Fima hat diese Turbine gemeinsam mit den Haller Stadtwerken entwickelt, die für den Einsatz in Erdgasübergabestationen vorgesehen sei. Es werde ein Energiepotenzial genutzt, das bislang in der Regel verschwendet werde, in der Folge ließe sich eine große Menge an Strom gewinnen.

Auch Zahlen dokumentieren den Aufwärtstrend von Fima: Der Umsatz steigt von 28 Millionen (2010) auf prognostizierte 50 Millionen im Jahr 2013. Die Zahl der Mitarbeiter wächst von 165 (2010) auf mittlerweile über 190 an. "Unsere Mitarbeiter haben diese Erfolgsgeschichte erst möglich gemacht", betont Alexander Schaeff.

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